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Dieses Mal heulten die Sirenen: Zweiter Warntag verlief im Landkreis Kassel erfolgreich

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Von: Moritz Gorny, Ingrid Jünemann, Amira Sayed El Ahl, Sven Kühling

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Infos zum Warntag gab es auf vier Displays in Baunatal.
Infos zum Warntag gab es auf vier Displays in Baunatal. © Stadt Baunatal/nh

Nachdem es vor zwei Jahren beim Warntag im Landkreis noch still geblieben war, heulten gestern auch im Landkreis Kassel die Sirenen. Nur in Baunatal und Niestetal blieb es still, weil es dort keine Sirenen mehr gibt.

Kreis Kassel – „Der zweite gemeinsame Warntag von Bund und Ländern, an dem sich auch der Landkreis Kassel beteiligt hat, ist erfolgreich verlaufen. In allen 28 Städten und Gemeinden des Landkreises ist die Bevölkerung entweder über die Sirenen, per Warn-App oder durch eine Meldung per Cell Brodcast auf dem Smartphone gewarnt worden“, erklärte Landrat Andreas Siebert (SPD).

In 26 Kommunen des Landkreises heulten ab 11 Uhr die Sirenen, allerdings in Alarmierungsblöcken, sodass die letzte Sirene nach Angaben von Kreissprecher Harald Kühlborn um 11.18 Uhr im Kreisteil Hofgeismar ausgelöst wurde.

Denn nur in Espenau gibt es bereits digitale Sirenen, die über die zentrale Leitfunkstelle in Kassel, die gleichzeitig die zentrale Alarmierungsstelle für ganz Hessen ist, angesteuert wurde. Dort wurde das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ ausgespielt. In allen anderen Kommunen ertönte das Signal „Alarmierung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes“ über die analogen Sirenen, die von der Leitstelle in Kassel ausgelöst wurden. „Dieser Warntag war wichtig, weil er uns die Möglichkeit gegeben hat, die vorhandenen technischen Systeme zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle wir noch nachjustieren müssen“, sagte Siebert.

Carsten Marth hatte in der Kaufunger Verwaltung den Hut auf beim Warntag. Obwohl klar war, dass der Alarm losgeht, ist dem Hauptamtsleiter doch ein kleiner Schreck durch die Glieder gefahren, als sein Handy die Probewarnung weitergab. „Ach du lieber Gott, habe ich gedacht“, sagt er kurz nach dem Alarm. Aber die Hauptsache sei, dass es funktioniert. Marth ist als Koordinator vor Ort zufrieden: Neben den Hinweisen auf dem Handy hätten alle drei Sirenen in Kaufungen ihren Dienst getan.

In Altenbauna im Leiselfeld waren um 11 Uhr Kirchenglocken zu hören, aber keine Sirenen. Das ist auch aktuell normal so. Denn die Warneinrichtungen sind in den vergangenen Jahren in der VW-Stadt abgebaut worden. Laut einem Parlamentsbeschluss sollen Sirenen in den sieben Baunataler Stadtteilen jetzt demnächst erst wieder aufgebaut werden.

Am Warntag, so eine Sprecherin im Rathaus, hätte man deshalb auch nur die Sirenen von Schauenburg heulen hören. Auf vier Displays im Stadtgebiet hatte man zusätzlich eine Info zum Warntag aufgespielt.

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