Ein wenig Hoffnung für Schauenburg?

Kommunen wollen Geld aus Greensill-Insolvenzmasse zurückholen

Die Gemeinde Schauenburg hat in den vergangenen Jahren Rücklagen gebildet. Nun ist ein Teil des Geldes wahrscheinlich verloren. Unser Bild zeigt das Rathaus. Archiv
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Die Gemeinde Schauenburg hat in den vergangenen Jahren Rücklagen gebildet. Nun ist ein Teil des Geldes wahrscheinlich verloren. Unser Bild zeigt das Rathaus. Archiv

Besteht auch für die Gemeinde Schauenburg eine Chance, zumindest einen Teil der bei der inzwischen in Insolvenz gegangenen Bremer Greensill Bank angelegten Summe von 1 Million Euro zurückzubekommen? Das versuchen jedenfalls mehrere Kommunen in dem laufenden Insolvenzverfahren. Einige Städte – wie Köln und Gießen – haben zweistellige Millionenbeträge verloren.

Schauenburg – Der Westdeutsche Rundfunk hatte beispielsweise aktuell von einer solchen Hoffnung von Monheims Bürgermeister berichtet, dessen Kommune 38 Millionen Euro bei Greensill angelegt und verloren hatte. Der Insolvenzverwalter habe bei einer Gläubigerversammlung in dieser Woche das Ziel formuliert, innerhalb der ersten fünf Jahre zwei Milliarden Euro aus der Insolvenzmasse zurückzuerlangen. Monheims Verwaltungschef gehe davon aus, in fünf Jahren ein Viertel der Forderungen zurückzubekommen. Ergibt sich daraus auch eine Aussicht für Schauenburg auf Rückgewinnung des angelegten Geldes? „Ich kann das weder bestätigen noch dementieren“, sagt Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) auf Anfrage der HNA.

Und der Sprecher des Berliner Insolvenzverwalters, Michael Frege, teilt auf Anfrage lediglich mit: „Es haben insgesamt etwa 100 Gläubiger an der Gläubigerversammlung teilgenommen. Es sind Forderungen in einer Gesamthöhe von rund vier Milliarden Euro angemeldet. Im Übrigen ist das Insolvenzverfahren nicht-öffentlich, sodass weitergehende Informationen nicht erteilt werden können.“

Dem Vernehmen nach geht die Schauenburger Verwaltung ebenfalls von einem längeren Verfahren aus. Experten rechnen mit einer Dauer von bis zu zehn Jahren. Mit der Durchsetzung ihrer Interessen hat die Kommune laut Bürgermeister Michael Plätzer einen Fachanwalt beauftragt.

Die ins Schlingern geratene Greensill Bank wurde Anfang März von der Finanzaufsicht Bafin geschlossen. Nur wenige Tage später wurde sie insolvent.

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