E-Mobile sind auf dem Vormarsch

Vom Einsitzer bis zum SUV: Vielfalt bei Baunataler Autoausstellung

Marke Eigenbau: Der Verein Vierzylinder-Crew präsentierte erneut seine auffällig gestylten Quads. Auf der Schau konnte man außerdem Wohnmobile, E-Roller und E-Bikes besichtigen. Baunataler Vereine sorgten für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und Spiele für Kinder.

Bei der 22. Baunataler Automobilausstellung fiel auf: E-Mobile sind auf dem Vormarsch. Und das vom Einsitzer bis zum SUV.

Soll es ein Benziner mit Eco-Motor, ein Vollhybrid, ein rein elektrisch fahrendes Auto oder doch noch mal ein „sauberer“ Diesel sein? Oder lieber noch warten, bis Wasserstoff betriebene Autos erschwinglich werden? Mit diesen Fragen mögen sich derzeit viele beschäftigten. Noch nie hatten es Autofahrer so schwer, sich zu entscheiden.

Diesen Eindruck vermittelte zumindest am Wochenende die 22. Baunataler Automobilausstellung. Und: Beim Gang durch die Reihen der auf dem Marktplatz, dem Europaplatz und der Friedrich-Ebert-Allee aufgestellten Modelle fiel auf, dass Elektroautos offenbar auf dem Vormarsch sind. Noch nie gab es bei dieser größten nordhessischen Autoschau so viele E-Mobile zu sehen, vom kleinen Einsitzer fürs schmale Portemonnaie bis hin zum bulligen SUV, für den man mit Extras fast schon einen sechsstelligen Betrag hinblättern muss.

Das Publikumsinteresse war vor allem am verkaufsoffenen Sonntag groß, auch wenn die Zahl von 3000 Besuchern aus dem vergangenen Jahr nicht erreicht wurde. Schuld war das ungemütliche Wetter am Samstag. „Es lag nur am Wetter, nicht an der Ausstellung“, sagte Dirk Wuschko, Geschäftsführer des Stadtmarketings, mit Blick auf den Betrieb am sonnigen Sonntagnachmittag. Das Angebot an E-Mobilen wächst, aber bis zu einem Logenplatz ist es noch weit. Das galt für die Autoschau auch räumlich: Die meisten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben waren am Ende der Ausstellungsfläche nahe dem Scirocco-Kreisel platziert. 

Marke Eigenbau: Der Verein Vierzylinder-Crew präsentierte erneut seine auffällig gestylten Quads. Auf der Schau konnte man außerdem Wohnmobile, E-Roller und E-Bikes besichtigen. Baunataler Vereine sorgten für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und Spiele für Kinder.

Dennoch schauten dort viele Besucher vorbei. „Die meisten Leute sind überrascht, welche Reichweiten Elektroautos bereits haben“, sagte Kurt Bertholdt aus Allendorf/Eder, der neugierigen Passanten über die guten Erfahrungen mit seinem Elektroauto, einem japanischen Modell, berichtete. 50 000 Kilometer sei er in einem Jahr gefahren, ohne Probleme mit dem Laden der Batterien zu haben. „Es ist gut, dass die Leute bei dieser Schau aus erster Hand erfahren können, wie alltagstauglich diese Fahrzeuge schon sind“, meinte er. Auch die E-Mobilitätsfreunde Nordhessen und weitere Elektroauto-Besitzer standen bei der Schau Rede und Antwort.

Für Bruno Steins, der sich ebenfalls die E-Modelle anschaute, wird das nächste Auto dennoch „nur“ ein Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid-Technik sein. „Solche Autos haben in den nächsten fünf bis zehn Jahren das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Energieeffizienz ist sehr gut“, sagt der Baunataler.

VON PETER DILLING

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