Schulen und Kitas könnten öffnen

Landkreis Kassel: Erste Lockerungen frühestens ab Freitag möglich

Wie wirkt sich Merkels Corona-Notbremse auf Schulen aus? Aber einer Inzidenz von 165 drohen Schließungen. (Symbolbild)
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Wie wirkt sich Merkels Corona-Notbremse auf Schulen aus? Aber einer Inzidenz von 165 drohen Schließungen. (Symbolbild)

Die Coronazahlen im Landkreis Kassel sind weiter rückläufig. Erste Lockerungen sind bereits zum Ende der Woche möglich. Allerdings herrscht Uneinigkeit zwischen dem Sozialministerium und dem Landkreis Kassel.

Große Verwirrung herrscht derzeit um die möglichen Öffnungen der Kitas und Schulen im Landkreis Kassel. Laut den Vorgaben im Bevölkerungsschutzgesetz (Bundes-Notbremse) dürfen die Einrichtungen des Landkreises am Freitag, 7. Mai, wieder öffnen. Auf der Internetseite des Hessischen Sozialministeriums heißt es indes, dass die Lockerungen für Schulen und Kitas bereits am Donnerstag, 6.Mai, greifen.

Das sieht der Landkreis anders. Die für Donnerstag, 6. Mai, angekündigte Rückstufung in die Inzidenzgruppe über 150 gilt frühestens ab Freitag, 7. Mai, teilt der Landkreis am Dienstagnachmittag mit. „Wir haben selbst immer wieder auf die Internetseite des Sozialministeriums hingewiesen, wo jeder schnell erkennen kann, welche Corona-Einschränkungen aktuell gelten und wann diese wieder verändert werden“, sagt Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Dabei sei man davon ausgegangen, dass die Daten auch verlässlich sind.

Grundsätzlich gelte, dass eine Veränderung in den Stufen der Bundes-Notbremse erst dann möglich ist, wenn der Inzidenz-Schwellenwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten ist. Seit dem 29. April liege die Inzidenz im Landkreis unter dem Wert von 165. Sofern der Landkreis auch am 5. Mai und damit fünf Werktage später eine Inzidenz unter 165 aufweise, könnten am übernächsten Tag Schulen Wechselunterricht anbieten und Kitas in den Regelbetrieb wechseln. „Der übernächste Tag ist dann Freitag, der 7. Mai“, rechnet der Kreissprecher vor.

Warum es auf der Internetseite des Sozialministeriums zu diesem Fehler gekommen ist, kann Kühlborn nur mutmaßen: „Vielleicht wurde der 1. Mai nicht als Feiertag erkannt und als normaler Werktag gezählt.“

Weitere Lockerungen

Weitere Lockerungen seien laut Kühlborn ab dem 9. Mai denkbar, falls der Landkreis bis einschließlich Freitag eine Inzidenz von unter 150 aufweist. Dann wäre Terminshopping (Click&Meet) unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich. Kühlborn: „Da der 9. ein Sonntag ist, wird das dann natürlich erst ab dem Montag greifen.“

Eintrag im Impfpass

Zu Beginn der bundesweiten Impfkampagne wurden auch Bürger aus dem Landkreis im Impfzentrum der Stadt Kassel am Auestadion geimpft. Kassel war eines der ersten Zentren in Hessen, in dem die Corona-Schutzimpfung angeboten wurde. Personen, die dort geimpft worden sind, hatten die Impfbestätigung in Papierform, aber keinen Eintrag im gelben Impfpass erhalten. Mit Blick auf das Nachtragen im Impfpass weist Kühlborn darauf hin, dass dies nur für Erst- und Zweitimpfungen möglich ist, die auch in Calden erfolgt sind. „Wir können keine Impfungen bescheinigen, die Bürger des Landkreises im Impfzentrum der Stadt Kassel erhalten haben – dies kann nur das Impfzentrum der Stadt Kassel selbst.“

Bislang bietet die Stadt Kassel aber keine Termine analog zum Angebot des Landkreises an, um die Eintragungen im Impfpass nachzuholen. Vonseiten der Stadt Kassel heißt es, dass aktuell an einem Konzept für die Nachtragungen gearbeitet werde. Man gehe davon aus, zeitnah eine Lösung präsentieren zu können.

Von Alia Shuhaiber

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