Grundschule und Werk-Hilfe nicht betroffen

Kreis Kassel: Corona-Ausbruch in Wohnanlage - Zahlreiche Bewohner in Quarantäne

Im Wohnkomplex an der Bahnhofstraße in Espenau-Mönchehof im Kreis Kassel gab es einen größeren Corona-Ausbruch.
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Im Wohnkomplex an der Bahnhofstraße in Espenau-Mönchehof im Kreis Kassel gab es einen größeren Corona-Ausbruch.

Im Landkreis Kassel gab es einen größeren Corona-Ausbruch in einem Wohnkomplex. Gesundheitsamt und Polizei kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne.

Espenau – In einem Wohnkomplex in der Gemeinde Espenau gibt es einen Corona-Ausbruch, der die Infektionszahlen im Landkreis nach oben schnellen lässt. Der Inzidenzwert steht kurz vor der 100er-Marke. Stand Donnerstagmittag (25.03.2021) haben sich rund 40 Bewohner der drei Häuser in der Bahnhofstraße in Espenau-Mönchehof nachweislich mit dem Virus infiziert, bestätigt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Die Mehrheit der etwa 100 Bewohner ist in Quarantäne.

Wie es zu der Infektion gekommen ist, lasse sich nicht mehr nachvollziehen. Die ersten Fälle gab es am 9. März. 2021. Auf die Grundschule hat der Ausbruch jedoch kaum Auswirkungen. Alle infizierten Kinder waren genau in den Gruppen, die durch das wöchentliche Wechselmodell von zu Hause aus lernen mussten, erklärt Konrektorin Andrea Lehmann. Auch in der Wohnanlage der Werk-Hilfe gibt es derzeit keine Infizierten, so der Landkreissprecher.

Corona-Ausbruch im Landkreis Kassel: Gesundheitsamt und Polizei kontrollieren Quarantäne

Die Bewohner des Quartiers sind vor Ort von Mitarbeitern des Gesundheitsamts getestet worden. Ob die Betroffenen die Quarantäne einhalten, werde durch das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei regelmäßig geprüft. Ist jemand infiziert, wird laut Kühlborn wegen der ansteckenderen Virusmutante mittlerweile die ganze Familie unter Quarantäne gesetzt. Doch die Wohnverhältnisse in den drei Häusern seien sehr eng. Das macht ein Isolieren innerhalb der Familien schwierig. Laut Landkreis gibt es aber keine andere Möglichkeit der Unterbringung.

Bewohner, die wieder aus der Quarantäne entlassen sind, helfen mittlerweile anderen, etwa mit Einkäufen, berichtet Kühlborn. Bei Bedarf gäbe es Möglichkeiten für externe Hilfe.

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Coronavirus-Ausbruch: Wohnkomplex im Kreis Kassel häufig im Gespräch

Der Wohnkomplex war in der Vergangenheit immer wieder Thema in der Gemeinde. Es gab Beschwerden wegen Lärm, überquellenden Mülltonnen und mangelnder Hygiene. Laut Bürgermeister Carsten Strzoda habe sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren mit dem Landkreis, Beratungsstellen, einer Dolmetscherin, Abfallentsorgung und Polizei darum gekümmert, die Probleme in den Griff zu kriegen. Die Situation habe sich um einiges verbessert, auch durch die Familienhilfe und Vermittlung durch den Sozialdienst.

Beschwerden wegen Müll und mangelnder Hygiene gebe es laut Bürgermeister derzeit nicht. Eingreifen könne die Verwaltung nur dann, wenn es den öffentlichen Raum betrifft. Auch der Eigentümer setze bauliche und ordnungsrechtliche Vorgaben fristgerecht um. (Valerie Schaub)

Ab Montag (29.03.2021) gelten in der Region Kassel neue Corona-Regeln.

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