Vegan und vegetarisch: Espenauer Food-Fotografin bringt Kochbuch heraus

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Food-Fotografin und Kochbuch-Autorin Katharina Küllmer aus Espenau hat ihr zweites Werk in der Reihe „Aromenfeuerwerk“ veröffentlicht, in dem sie unter dem Titel „Vegetarisch - Die neue grüne Küche“ 100 selbstentwickelte Rezepte vorstellt. 

Die Espenauer Food-Fotografin Katharina Küllmer hat jetzt ihr drittes Kochbuch herausgebracht. Diesmal geht es um vegetarische und vegane Gerichte. 

Kreuzkümmel ist für sie unersetzlich. Auch Kurkuma, die Super-Wurzel, verwendet sie reichlich, weil sie so gesund ist. Und dann ist da natürlich noch der Zimt, eines ihrer liebsten Gewürze. „Weil es mich wärmt und ein heimeliges Gefühl gibt”, sagt Katharina Küllmer. Es ist ihr Wohlfühl-Gewürz, ein Seelentröster, dessen Duft sofort glücklich macht. Und dazu noch perfekt in die kalte Jahreszeit passt.

Deshalb steckt auch ein halber Teelöffel Ceylon-Zimt in der wärmenden Möhren-Ingwer-Suppe, die eines von 100 Rezepten in Katharina Küllmers neuestem Kochbuch „Vegetarisch – Die neue grüne Küche” ist. Es ist das dritte Kochbuch in ihrer Aromafeuerwerk-Reihe und der Fokus liegt, wie schon bei den beiden Vorgängern, auf Kräutern und Gewürzen.

Die 34-jährige Food-Fotografin und Buchautorin aus Espenau liebt Gewürze und Kräuter. Am liebsten in rauen Mengen. Deshalb war es nur konsequent, ein vegetarisches Kochbuch zu machen. Der Köchin geht es dabei immer um Genuss, aber eben um gesunden Genuss. Küllmer will niemanden missionieren, auch wenn die 100 Rezepte vegetarisch und teilweise sogar vegan sind, und alle Gerichte zudem ohne Weißmehl und raffinierten Zucker auskommen. „Es geht nicht darum, sich nur noch vegetarisch zu ernähren.” Sie isst selber Fleisch, jedoch in Maßen. „Meine Leidenschaft ist es, Menschen zu zeigen, dass man ein Essen mit einfachen Mitteln in was Tolles verwandeln kann”, sagt sie.

Das Buch sei ein Herzensprojekt gewesen. Sie wusste schnell, welche Zutaten und Rezepte sie in ihrem vegetarischen Kochbuch vorstellen wollte. „Wenn ich dann so ein Herzensprojekt habe, dann habe ich schon ein Bild im Kopf und ein Gefühl dafür, wie es aussehen soll, und mit dem Gefühl kommen dann auch die Rezepte in meinem Kopf.” Bei Katharina Küllmer kommen zwei Dinge zusammen, die es ihr leicht machen: Ein Gefühl für die richtige Zutat und jahrelange Erfahrung. „Es ist immer ein Prozess, der durch äußere Einflüsse entsteht”, sagt die Autorin. Sie sammelt Eindrücke, Ideen, Gerüche und Geschmäcker und saugt sie auf wie ein Schwamm.

„Ich versuche, mich langsam heranzutasten. Aber ich weiß schon vorher, wie es schmecken soll”, sagt Küllmer. Und wenn es mal gar nicht zu stimmen scheint, dann schaut sie auf die Farben. Denn wenn Aromen in einem Gericht fehlten, dann sehe man das meist. „Wenn ein Salat zu grün ist, dann fehlt vielleicht rot.” Diese Formel kann sich auch ein Kochmuffel merken.

Was niemand vermuten würde: Die passionierte Köchin war selber mal ein solcher Kochmuffel. Bis sie 21 Jahre alt war, habe sie nie gekocht. Aber eine wichtige Voraussetzung für einen guten Koch brachte sie mit: „Ich habe immer gerne gegessen.” Irgendwann hatte sie genug davon, andere für sich kochen zu lassen, und aus den anfänglichen Experimenten wurde eine Passion. „Die Leidenschaft ist irgendwann aus mir heraus explodiert”, sagt Küllmer. „Und wenn ich etwas möchte, dann bin ich perfektionistisch.”

Zuerst machte sie sich als Privatköchin selbstständig, irgendwann kam der eigene Blog und die Fotografie hinzu, „und das hat mir richtig Spaß gemacht”. Vor fast fünf Jahren entschied sie sich dann, nur noch als Food-Fotografin zu arbeiten. Ihr erstes Buch begann sie vor fast vier Jahren zu entwickeln.

„Ich möchte die Menschen zum Kochen bringen und das wichtigste Hilfsmittel ist für mich dafür die Fotografie, weil die transportiert, was das Gericht ausmacht.” Um genau das zu schaffen, braucht es viel Vorbereitung und die richtige Perspektive. Das Food-Styling macht sie in ihrem Studio in Espenau, das nur durch einen Flur von der Küche getrennt ist. „Während was im Ofen ist, renne ich schon rüber, und fange an aufzubauen”, erzählt Küllmer. Das nehme die meiste Zeit bei ihren Buchprojekten in Anspruch.

Beim Blättern in ihrem Kochbuch solle man das Gefühl haben, mit am Tisch zu sitzen. „Und Lust bekommen, das Gericht nachzukochen.” Wenn das heimelige Gefühl und die Lust am Ausprobieren zusammenkommen, dann hat Katharina Küllmer alles richtig gemacht. Fehlt nur noch die Prise Zimt.

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