Hier sprudelt bald Wasser

Zwischen Espenau und Immenhausen wird ein neuer Brunnen gebohrt

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Bagger und Bohrer in einem Gerät. 60 Meter gräbt sich der Bohrer zunächst in das Erdreich, dann rollt ein 50 Tonnen Kran an und bohrt weiter in die Tiefe, in der Hoffnung, bald auf Trinkwasser zu stoßen.

Espenau/Immenhausen. Um die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen, wird zwischen Espenau und Immenhausen jetzt ein Tiefbrunnen gebohrt. 

Werden ausreichend Wassermassen gefunden, wird er zu einem Förderbrunnen ausgebaut. Nach den richtigen Worten suchte der Espenauer Bürgermeister Carsten Strzoda, um den Baumaßnahmen für den neuen Tiefbrunnen alles Gute zu wünschen. Schließlich entschied er sich für ein „ O zapft is!“, womit er nicht ganz unrecht hatte.

Zwischen Espenau und Immenhausen in einer Feldgemarkung in der Nähe des Tiefbrunnen I zwischen den beiden Kommunen war schweres Gerät aufgefahren. Sieben Tonnen Gewicht bringt der Kran auf die Waage, der die ersten Bohrungen bis in eine Tiefe von 60 Metern im sogenannten „Trockenbohrverfahren“ vorantreibt. Dann muss schwereres Gerät anrücken. „50 Tonnen wird die Anlage wiegen“, meint Diplom Geologe Jens Klaassen von der Firma HPC in Fuldatal und führt weiter aus: „Mit Luft und Wasser wird weiter in die Tiefe gebohrt. Die Anlage kann es bis auf 1000 Meter Tiefe bringen“. Ganz so weit will man aber nicht in das Erdreich vordringen.

Zur Dokumentation werden circa alle 10 Meter einige Bodenproben archiviert. Die Proben geben Aufschluss über die Zusammensetzung des Erdreiches. Auf den Schildern wird die jeweilige Bohrtiefe vermerkt. Fotos: Lutz Herzog

Ausreichende Wasservorräte

Das Baukonzept sieht vor, dass am Standort eine 275 Meter tiefe Aufschlussbohrung zur Erkundung der Untergrundverhältnisse durchgeführt wird. Anhängig von den Untersuchungs- und Testergebnisse soll die Erkundungsbohrung ausgeweitet und zum Förderbrunnen (TB IV) ausgebaut werden. Reichen die gefundenen Wassermassen nicht aus, muss im schlimmsten Fall sachgerecht zurückgebaut werden. Laut Klaassen lassen die geologischen Gutachten aber vermuten, dass man auf ausreichend große Wasservorräte trifft. „Vor 450 Millionen Jahren war hier alles Tiefland und es gab Flachmeere“, erläutert er. Die gesamten Investitionskosten werden circa 1,1 Millionen Euro betragen. Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung obliegt dem Zweckverband Kommunale Dienste Immenhausen-Espenau, dessen Vorsitzender Carsten Strzoda ist. „Immerhin liegt die jährliche Fördermenge an Trinkwasser für die 12 160 Einwohner bei 620 000 Kubikmeter“, erklärt Strozda. „Trinkwasser ist ein hohes Gut und wir hoffen, mit der Maßnahme die Versorgung langfristig sicherzustellen“.

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