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Espenauer Feuerwehr sucht Schrottautos für Übungen

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Von: Lutz Herzog

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Mit Schere und Spreitzer: Johannes Menne (links) und Sascha Sippel beherrschen die Rettungsgeräte, die auf einer mobilen Station im Fahrzeug untergebracht sind.
Mit Schere und Spreitzer: Johannes Menne (links) und Sascha Sippel beherrschen die Rettungsgeräte, die auf einer mobilen Station im Fahrzeug untergebracht sind. © Lutz Herzog

Bevor ein ausgedientes Fahrzeug die letzte Ruhe in der Schrottpresse findet, und zu einem kleinen Bündel Metall zusammen gepresst wird, kann es noch gute Dienste leisten. Zum Beispiel bei der Feuerwehr in Espenau.

Espenau – Die Wehrleute in Espenau suchen – nicht nur – zum Tag der offenen Tür Angang September noch schrottreife Autos, um den Zuschauern in beeindruckter Weise vorzuführen, wie Personen nach einem Unfall aus dem Fahrzeug geborgen werden können.

„An jedem dieser Autos können wir für einen Einsatz viel lernen“, sagt Johannes Menne, Zugführer bei der Feuerwehr in Espenau. Autoscheiben richtig einschlagen, mit einer Art Luftkissen das Fahrzeug anheben, um darunter liegende Personen zu bergen, oder auch, um das schwere Gerät – eine hydraulische Rettungsschere – zum Einsatz zu bringen. „Wichtig ist, zusammen mit den Rettungssanitätern, die immer dabei sind, patientengerecht zu retten“, betont Menne. Und um das zu erreichen, sind eben auch viele Übungen einer solchen Situation erforderlich – und dazu braucht man ausgediente Fahrzeuge.

Die Espenauer haben aus diesem Grund einen Aufruf über die sozialen Medien gestartet und hatten damit bereits Erfolg. „Der Abschleppdienst Aschenbrenner in Kassel hat uns freundlicherweise zwei Fahrzeuge zur Verfügung gestellt“, sagt Truppführer Sascha Sippel. Trotzdem würde sich die Feuerwehr Espenau über weitere Spender freuen.

„Damit möglichst viele Einsatzkräfte die Rettungsausrüstung benutzen können, bilden wir unsere Kräfte in regelmäßigen Lehrgängen selbst aus“, erklärt Menne. Besonders das Benutzen der Rettungsschere und des Spreitzers erfordert einiges an Muskelkraft, denn mit rund 30 Kilogramm Gewicht sind die Geräte nicht gerade leicht. Weiterführende Lehrgänge werden auf Kreisebene durchgeführt. Geübt werden müssen die Einsätze auch, weil sich Fahrzeuge in ihrer Bauart verändern und das technische Rettungsgerät den Anforderungen angepasst werden muss.

Die Feuerwehr bittet deshalb alle, die ein schrottreifes Auto übrig haben, sich zu melden. „Wir können damit noch viel anfangen und aus den Einsatzübungen lernen“, sagt Menne. Am Tag der offenen Tür können sich Besucher davon überzeugen.

Kontakt: info@feuerwehr-espenau.de  

Feuerwehr Espenau lädt ein zum Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür findet am Sonntag, 4. September, von 10.30 bis 17 Uhr auf dem Feuerwehrgelände an der Hermann-Gmeiner-Straße 22 statt. Neben den Übungen zur Brandbekämpfung und zu einem Verkehrsunfall wird ein neues Löschfahrzeug übergeben. Parken kann man am Rewe-Markt in der Goethestraße. 

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