31 Wohnungen im Visier

Kammerjäger machen Kakerlaken in Espenauer Wohnhaus den Garaus

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Wird nun gereinigt: Das Wohnquartier an der Bahnhofstraße in Espenau. Dort hatten die Behörden einen Kakerlakenbefall festgestellt.

Espenau. Nach wochenlangem Warten geht es den Kakerlaken in den Häusern an der Bahnhofstraße in Espenau nun endlich an den Kragen.

Wie Albrecht Bertelmann von der Gemeinde Espenau berichtet, konnten Mitarbeiter der Firma Rentokil aus Kassel am Dienstagvormittag die Gebäude betreten und mit der Schädlingsbekämpfung beginnen. Die Kakerlaken waren aus den Gebäuden bis in die Grundschule Espenau geschleppt worden.

Zuvor habe es erneut Gespräche vor Ort gegeben – diesmal mit dem Eigentümer, der aus seinem Türkei-Urlaub zurückgekehrt sei. Auch das Gesundheitsamt habe an dem Gespräch teilgenommen, Vorgaben zum Ablauf gegeben und überwache die Schädlingsbekämpfung gemeinsam mit der Gemeinde. „Der Eigentümer, Herr Basak, hat die Firma Rentokil nun selbst mit der Schädlingsbekämpfung beauftragt“, sagt Bertelmann. Die Gemeinde werde die Reinigung der Gebäude aber kontrollieren: „Wir fordern Nachweise über die Schabenfreiheit ein“, sagt Bertelmann.

Doch wie gehen die Schädlingsbekämpfer nun konkret vor? Insgesamt befinden sich 31 Wohnungen auf dem Gelände. Laut Bertelmann werden zunächst die Wohneinheiten gereinigt, in denen Kakerlaken entdeckt wurden. In anderen Bereichen würden Köderfallen aufgestellt. Wenn alle Kakerlaken entfernt wurden, müsse erneut kontrolliert werden: „Das ist mit einem Tag nicht erledigt“, sagt Bertelmann, der selbst vor Ort war, um den Hauseigentümer noch einmal an seine Verantwortung zu erinnern und ihn darum zu bitten, künftig besser auf die Hygiene zu achten. „Er als Hauseigentümer sollte seine Mieter ausreichend über Hygiene aufklären“, sagt Bertelmann.

In dem Komplex wohnen überwiegend türkisch- und bulgarischstämmige Familien. Seit Jahren beschweren sich Anwohner immer wieder über Müll, Gestank und Lärm an der Bahnhofstraße. Im August 2015 hatte die Gemeinde eine Anwohnerversammlung organisiert. Bereits damals wurde der Eigentümer mit den Hygieneproblemen konfrontiert.

Die Behörden hoffen, dass das Schabenproblem bald ein Ende haben wird. „Wir sind guter Dinge. Unser großer Vorteil sind die Ferien“, sagt Bertelmann. Wenn das Problem jetzt beseitigt wird, habe man gute Chancen, dass kein Ungeziefer mehr in die Grundschule eingeschleppt wird.

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