Tierische Ausreißerin

Plötzlich eine Kuh im Garten: Wie Facebook „Resi“ half

Kuh sitzt im Gras
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Ein kleine Pause gönnte sich „Resi“ nach ihrem Marsch nach Espenau im Kreis Kassel

Eine unbekannte Kuh taucht in einem Garten im Kreis Kassel auf. Die Gefangennahme gestaltet sich schwierig. Die Suche nach dem Besitzer noch viel mehr.

  • in Espenau (Kreis Kassel) entdeckt eine Frau eine Kuh in ihrem Garten
  • Das Tier zu fangen erfordert einige Mühen
  • Per Facebook wird der Besitzer ausfindig gemacht

Espenau/Fuldatal - Nicht schlecht staunte Lisa Vigil vor einigen Tagen, als sie am frühen Morgen auf dem Gnadenhof von Jürgen Mantel in Knickhagen (Kreis Kassel) Arbeiten erledigte und sich plötzlich einer Kuh gegenüber sah.

„Wir haben hier zwar verschiedene Tiere“, erzählte sie, „aber eine Kuh war bis jetzt nicht dabei.“ Genüsslich knabberte das Tier an einer Hecke an der Straße. Jürgen Mantel kam Vigil zu Hilfe. Gemeinsam versuchten sie, das Tier auf den Hof zu locken. Doch „Resi“ – wie sie die Ausreißerin nennen – hatte andere Pläne und marschierte in einen kleinen Wald Richtung Gut Winterbüren.

Die Route von Kuh „Resi“ von Knickhagen nach Espenau.

Kuh im Kreis Kassel ausgebüxt: Halter über Facebook gefunden

Ausgerüstet mit Futtertrog und einem Seil nahmen Mantel und Vigil die Verfolgung auf. Kurz vor der Straße nach Rothwesten und mithilfe einer Vellmarer Polizeistreife wurde die Wanderschaft von Resi gestoppt. „Wir konnten das Tier dann gemeinsam dazu bewegen, wieder in Richtung Espenau zu gehen“, berichtete Vigil. Dort war Resis ausgiebiger Spaziergang dann auf dem Islandpferdehof von Bianca Müller zu Ende. „Unsere Pferde haben nicht schlecht gestaunt“, berichtet Müller.

Anhand der Ohrmarke versuchte Müller, den Besitzer zu finden, was sich als schwierig erwies. „Die Marke trug eine Nummer und den Landeshinweis NRW“, klärte sie auf. Telefonate bei angrenzenden Höfen in Nordrhein-Westfalen und in der Umgebung blieben erfolglos.

Daraufhin wurde der Fund von Resi auf Facebook gepostet. Und damit hatten die Helfer letztlich Erfolg. Der Betreiber des Campingplatzes in Fuldatal-Knickhagen rief bei Bianca Müller an und vermittelte den Besitzer. Der kam am Nachmittag mit einem Tieranhänger nach Espenau und lud „Resi“ auf. Da das Tier nun einen Namen hat, vereinbarte Jürgen Mantel mit dem Besitzer, dass die Ausreißerin nicht im Schlachthof ihr Ende findet.

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