Bemühungen um Ansiedlung erfolgreich

Störche nach sieben Jahren wieder in Espenau - Hoffnung, dass sie bleiben, wächst

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Die Störche sind da: Die Senioreninitiative Espenau hat schnell reagiert und auf einem Feldweg in der Nähe des Storchennestes ein Hinweisschild aufgestellt, mit der Bitte um Rücksichtnahme. 

Für Espenau ist es eine Sensation: nach sieben Jahren hat sich das erste Mal ein Storchenpaar in der Espe-Aue niedergelassen.

Vor ein paar Tagen haben die Störche mit dem Ausbau des Nestes begonnen. Es deutet also alles darauf hin, dass sie in der Espe-Aue ihren Nachwuchs aufziehen wollen. Ob das tatsächlich gelingt, bleibt aber abzuwarten.

Bereits seit März 2013 steht das künstlich angelegte Nest auf der Wiese. Doch bislang hatte sich kein Storchenpaar dort niedergelassen. Die Senioreninitiative Espenau hatte seinerzeit den 17 Meter hohen Lärchenstamm zwischen Hohenkirchen und Mönchehof aufgestellt. An der Spitze des 50 Jahre alten Stamms wurde eine 1,50 Meter große Plattform als Nistplatz für Weißstörche angebracht. Zwar wurden immer wieder Störche gesichtet, die in den naheliegenden Teichen auf Futtersuche waren, aber in das Nest einziehen, wollte bislang kein Pärchen.

Dr. Klaus von Laar (von links), Franz Göttlicher und Hans Götte von der Senioreninitiative Espenau.

Im Februar vor einem Jahr bauten die Mitglieder der Senioreninitiative das Nest noch einmal um. Der Stamm wurde um 3,50 Meter gekürzt und das Nest wetterfest gemacht. „Der Boden sollte durchlässig sein“, erklärt Dr. Klaus von Laar. „Bei Frost bildet sich sonst Eis und das mögen die Tiere überhaupt nicht.“ Vorbild sei das Nest in Niestetal-Sandershausen gewesen, wo seit vielen Jahren Störche nisten.

Über Ostern erreichten die Redaktion dann etliche Hinweise und Fotos. Gleich mehrere Leser hatten Bilder von den Störchen gemacht. Unter ihnen auch Geritt Reh, der am Karfreitag eine Ringnummer fotografiert hatte. Naturfotograf Karlheinz Germandi gelangen sogar gleich mehrfach Bilder des selben Storchs. „Der hatte aber eine andere Ringnummer.“ Er ist sich sicher, dass der von ihm fotografierte Storch das Nest in Besitz genommen hat. „Ich habe den Storch mit der identischen Ringnummer am Mittwoch wieder fotografiert.“ Laut seinen Beobachtungen hätten sich zeitweise bis zu fünf Störche in der Espe-Aue aufgehalten, die um das Nest gekämpft haben. Bei dem Storch, den Germandi mehrfach gesichtet hat, handelt es sich um ein Weibchen. Es soll im Juni 2018 als Nestling in Bechhofen in Mittelfranken beringt worden sein. Woher das Männchen stammt, ist unbekannt.

Mittlerweile verlassen die Störche nur noch einzeln das Nest. „Ein sicheres Zeichen, dass die Brut begonnen hat“, sagt Germandi. Ob es mit dem Nachwuchs geklappt hat, wird sich dann Mitte Mai zeigen. 

Ein Storchenpaar bezog ein neugebautes Nest in Helmarshausen bei Bad Karlshafen. Doch die Ruhe wurde von Storch Karl gestört.

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