Fragen und Antworten

Fahrzeuge in Stadt und Landkreis Kassel können ab sofort online zugelassen werden 

+
Das eigene Auto online zulassen, um- oder abmelden: Das geht seit 1. Oktober deutschlandweit, erfordert allerdings etwas computertechnisches Wissen und die entsprechende Hardware. 

Fahrzeugbesitzer oder solche, die es werden wollen, können seit 1. Oktober ihr Fahrzeug online anmelden, zulassen und abmelden.

Das geht auch in Stadt und Landkreis Kassel, die eine gemeinsame Zulassungsstelle haben – mit Standorten in Kassel, Baunatal, Wolfhagen und Hofgeismar.

Wo kann ich meine Auto online an-, ab- oder ummelden?

Auf der Internetseite kassel.de/kfz-online-service finden Nutzer die Angebote, die online möglich sind. Außerdem werden laut Michael Schwab, Pressesprecher der Stadt Kassel, die Dienstleistungen, deren Ablauf, die Voraussetzungen und die Kosten im Einzelnen erklärt. Abmelden, ummelden oder wiederzulassen kann man allerdings nur Fahrzeuge, die zum ersten Mal nach dem 1. Januar 2015 zugelassen worden sind.

Was brauche ich, um mein Auto online an-, ab- oder umzumelden?

Die Voraussetzungen sind je nach Zulassungsvorgang unterschiedlich, berichtet Schwab. Für alle Vorgänge benötigt man Giropay, eine Mastercard oder eine Visacard als Bezahlmöglichkeit – weitere Zahlmöglichkeiten würden derzeit vorbereitet. Außerdem ist ein Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion und der dazugehörigen Pin erforderlich. Zur Identifizierung im Netz benötigt man außerdem ein geeignetes Smartphone mit der Anwendung „AusweisApp2“, die im Play-Store bei Android-Geräten und im App-Store bei Apple-Geräten heruntergeladen werden kann. Alternativ braucht man laut Schwab ein Kartenlesegerät für den Personalausweis.

Für eine Neuzulassung, Umschreibung und Wiederzulassung benötigt man zusätzlich eine gültige elektronische Versicherungsbestätigung, eine gültige Hauptuntersuchung und die Iban für die Lastschrift der Kfz-Steuer. Gegebenenfalls sind zusätzlich eine Sicherheitsüberprüfung, die Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II sowie Stempelplaketten mit Sicherheitscodes notwendig.

Wie oft wurde der Online-Service genutzt?

Für den neuen Service, also die Neuzulassung, Umschreibung und Wiederzulassung, wurde bisher kein abgeschlossener Vorgang verbucht, so der Stadtsprecher. Laut EDV-Dienstleister gelte das bisher für ganz Hessen.

Was sind die Vorteile des Online-Angebots?

„Attraktiv wird die Nutzung des Online-Services, da die Nutzer sich die Fahrt in die Zulassungsstelle und gegebenenfalls entstehende Wartezeiten sparen“, sagt Schwab. Außerdem sind Nutzer nicht an die Öffnungszeiten gebunden und können das Angebot rund um die Uhr nutzen.

Das Abmelden und die Änderung der Anschrift bei einem Umzug sind sofort möglich. Wird ein bereits zugelassenes Fahrzeug auf einen neuen Halter umgeschrieben und die Kennzeichen beibehalten, erfolgt das mit dem Antrag automatisiert. So können in diesem Fall Online-Service-Nutzer sofort losfahren, sagt Schwab.

„Bei der Neuzulassung, Wiederzulassung und Umschreibung mit Kennzeichenwechsel ist dies anders“, erklärt der Pressesprecher: Sie erfordern eine Sachbearbeitung in der Zulassungsstelle. Der Online-Antrag wird werktags von der Zulassungsbehörde bearbeitet.

Die Fahrzeugdokumente werden dann getrennt voneinander und mit den Plaketten zugesandt. Erst wenn man die Plaketten am Kennzeichen des Fahrzeugs angebracht hat, darf der Halter losfahren, betont Schwab.

Gibt es bei der Zulassungsstelle einen Ansprechpartner für die Online-Abwicklung, an den man Fragen stellen kann?

Bürger können sich unter Tel. 0561/115 bei der Stadt Kassel melden. Bei Fragen zur Funktionsweise von Smartphones, beispielsweise wenn es um das Herunterladen der Anwendung „AusweisApp2“ geht, ist der jeweilige Mobilfunkanbieter zuständig.

Das sagt ein Zulassungsdienst: Online-Service recht kompliziert

Volker Kahl vom gleichnamigen Kfz-Zulassungsservice in Kassel, der auch für das Autohaus Klein in Fuldatal Fahrzeugzulassungen abwickelt, sagt, sein Betrieb habe bereits ein Auto online abgemeldet, das habe jedoch recht lange gedauert. Er und seine Mitarbeiter gehen nach wie vor direkt zur Zulassungsstelle, „das wird wohl auch die nächsten fünf Jahre so bleiben“. 

Dass Kunden für die Zulassung sowohl die Hardware als auch das Wissen besitzen, sei aber noch sehr selten. „Die Materie ist nicht ganz unkompliziert“, sagt Kahl.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.