Förderverein zieht positive Bilanz und setzt auch im neuen Jahr auf Einzelspenden

Finanziell fährt Wache auf Sicht

Gestärkt ins neue Jahr: Künstler Ali Schindehütte, Ingrid Mentzel und Klaus B. Nickel (von links) gehören zu den Stützen der Schauenburger Märchenwache. Foto:  Dilling

Schauenburg. Auch rund 13 Jahre nach ihrer Gründung in der ehemaligen Feuerwache Breitenbach steht die Schauenburger Märchenwache noch nicht auf einem sicheren finanziellen Fundament. „Wir hangeln uns von Veranstaltung zu Veranstaltung“, sagt der Fördervereinsvorsitzende Christian Abendroth. Dennoch zieht der Breitenbacher eine positive Bilanz und ist für 2010 optimistisch. Die Besucherzahl habe sich zwischen 4000 und 5000 eingependelt. Mut mache dabei, dass - trotz vieler Stammgäste - das Publikum breiter geworden sei, meinte Abendroth. Die Zahl der Mitglieder im Förderverein, der momentan 170 Kulturinteressierte umfasse, wachse ständig.

Auch die Märchenwache hat die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Großspenden aus der Wirtschaft seien zurückgegangen, sagte der Fördervereinsvorsitzende.

Die Kasseler Sparkasse, die Raiffeisenbank und Volkswagen gehörten aber nach wie vor zu den treuesten Unterstützern. Und es gebe einen großen Kreis von privaten Spendern. Von der Gemeinde Schauenburg komme allerdings nicht die Anerkennung, die man verdiene, kritisierte Abendroth.

2009 habe die gute Zusammenarbeit mit der Volkshochschule das Programm getragen.

Insgesamt habe sich die Märchenwache in der Region etabliert, meinte der Fördervereinschef. Den Plan der Gemeinde Lohfelden, angelehnt an das Vorbild der Märchenwache im Ortsteil Vollmarshausen in einem ehemaligen Schlauchturm ein Kulturzentrum zu errichten, sieht Abendroth einstweilen gelassen. Aus dem östlichen Landkreis zähle man schließlich nicht so viele Besucher in Breitenbach.

Neun Veranstaltungen

Im neuen Jahr stehen neun Veranstaltungen, vor allem musikalisch begleitete Lesungen, auf dem Programm der Märchenwache. Im Juli wird dort auch wieder der Kultursommer Nordhessen zu Gast sein.

Den Auftakt bildet am Samstag, 16. Januar, eine Lesung aus dem Kindheitsroman „Die beste aller Welten“ von Irena Brezna, die über den tschechoslowakischen Kommunismus geschrieben hat. Am Sonntag, 7. Februar, erzählt Albert Völkl mit seinem Papiertheater von den Abenteuern eines nordhessischen Jungen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (Beginn 17 Uhr).

Info zum Programm 2010: Förderverein, Tel. 056 01/92 56 78, Internet: www. maerchenwache.de

Von Peter Dilling

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