Neustart in der alten Heimat

Klaus Brandstetter will Verein für Fliegerhorst-Museum in Rothwesten gründen

Ein alter Militär-Kran gehört ebenfalls zur Sammlung von Klaus Brandstetter aus Fuldatal. Dieses Modell hat er in seinem Wehrdienst selbst gefahren.
+
Ein alter Militär-Kran gehört ebenfalls zur Sammlung von Klaus Brandstetter aus Fuldatal. Dieses Modell hat er in seinem Wehrdienst selbst gefahren.

Bis 2020 war das Fliegerhorst-Museum im Haus Posen ansässig. Nach einem Zerwürfnis mit den Hausbesitzern soll nun mit einer Vereinsgründung der Neustart folgen.

Fuldatal – Klaus Brandstetter (55) kennt die Geschichte des ehemaligen Fliegerhorst auf der Fritz-Erler-Anlage Rothwesten vermutlich so gut wie kein anderer. Zehn Jahre, bis 2020, betrieb er mit seiner Lebensgefährtin das Museum zur Militärgeschichte in Rothwesten im Haus Posen. Dann kam es zum Zerwürfnis mit dem Verein des Währungsmuseums, das ebenfalls im Haus Posen ansässig ist und inzwischen die Immobilie verwaltet.

Nun will Brandstetter selbst einen Verein gründen, um sein Fliegerhorst-Museum an anderer Stelle auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne wieder zu eröffnen. Ein Neustart in der alten Museumsheimat sozusagen. Am 11. September um 15 Uhr soll es in der Sporthalle Rothwesten soweit sein – die Plakate sind gedruckt, die Gulaschkanone für die Feier wird noch poliert. Denn Brandstetter will aus seiner Vereinsgründung ein kleines Event machen. So sollen beispielsweise einige alte Militärfahrzeuge zu bestaunen sein. Unter anderem hätten Bundestagsabgeordneter Timon Gremmels und Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth (beide SPD) zugesagt, bei der Vereinsgründung dabei zu sein.

Fliegerhorst-Museum in Rothwesten will Verein gründen

Sieben Leute braucht es mindestens, um einen Verein zu gründen. „Die habe ich beisammen“, sagt Brandstetter. Es seien Freunde und Bekannte, die schon zuvor viele Jahre im Museum im Haus Posen geholfen haben.

Zunächst war die Gründung des Vereins Museum Fliegerhorst für Juni geplant – mit einer großen Veranstaltung in der Sporthalle Rothwesten. Wegen der hohen Inzidenzen musste dies aber verschoben werden. „Das neue Museum soll zum Anfassen und Erleben sein“, sagt Brandstetter. Keine digitalen Anzeigen oder lange Schrifttafeln zur Erklärung.

Vereinsgründung für Fliegerhorst-Museum

Seit der Schließung der Kaserne im Jahr 2007 sammelt Brandstetter, der als junger Mann seinen Wehrdienst in Rothwesten absolvierte, alte Exponate rund um die Geschichte des Fliegerhorsts. Derzeit sind die historischen Stücke allerdings in Brandstetters Firma in Ihringshausen untergebracht. Die meisten Stücke habe er selbst gekauft, um die 10 000 Euro habe er dafür über die Jahre investiert. Von Theresa Lippe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.