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Fördermöglichkeiten nutzen

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Kennen sich aus mit Heizungsanlagen und Fördermöglichkeiten: Die beiden Anlagenmechaniker Holger und Christoph Schmidt von der Firma Schütte & Co. HeiSanTech aus Ahnatal.
Kennen sich aus mit Heizungsanlagen und Fördermöglichkeiten: Die beiden Anlagenmechaniker Holger und Christoph Schmidt von der Firma Schütte & Co. HeiSanTech aus Ahnatal. © Gitta Hofffmann

Täglich werden Holger Schmidt und sein Team der Firma Schütte & Co. HeiSanTech aus Ahnatal um Ratschläge für die optimale Heizung gebeten. Doch allen Fragenden kann der Anlagenmechanikermeister nur eine erste Antwort geben: „Es gibt keine universelle Musterlösung.“

Die fallenden Temperaturen und die steigenden Gaspreise haben in Deutschland zu einer großen Verunsicherung geführt. Gerne würden die Leute die Heizung so weit aufdrehen, dass sie es in ihren Wohnungen und Häusern mollig warm haben, doch die Angst vor einer nicht bezahlbaren Gasrechnung verhindert oftmals den Griff zum Thermostat. Was also tun? Auf dicke Kleidung, Decken oder gar so etwas wie Teelichtöfen zurückgreifen? „Auf keinen Fall“, warnt Holger Schmidt. „Erstens sind diese Öfen lebensgefährlich und zweitens ist nicht zu heizen keine Lösung. Kühlt die Wohnung zu sehr aus, ist es noch schwerer, sie wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Abgesehen davon droht beim Nicht-Heizen die Gefahr von gesundheitsgefährdendem Schimmel.“

Auch wenn das ganz aktuell keine Hilfe ist, empfiehlt Schmidt, jetzt in eine neue Heizungsanlage zu investieren, bzw. die vorhandene umzustellen. Ab 2026 greifen andere gesetzliche Vorgaben, so dass neue Heizungsanlagen dann deutlich teurer werden. Außerdem ist dann im Rahmen des Klimapakets der Einbau von reinen Ölheizungsanlagen nicht mehr möglich.

„Der Einbau einer Wärmepumpe wird derzeit mit bis zu 35 Prozent gefördert und ist durchaus empfehlenswert“, so Holger Schmidt, „doch sollte man den Wechsel zur Wärmepumpe gut durchdenken. Wir empfehlen, den Betrieb der Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu unterstützen oder auf eine Hybridanlage zu setzen, die die Gas- oder Ölheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert.“

Bei der Hybridlösung werden zuerst die erneuerbaren Energien für die Heizung genutzt. Erst wenn diese Energie nicht mehr ausreicht, etwa weil im Winter ein sehr hoher Wärmebedarf vorliegt, wird Gas oder Öl zugeschaltet.

Darüber hinaus ist es möglich, eine Photovoltaikanlage als Vervollständigung zu nutzen, da diese zusätzlich den Grundenergiebedarf der Hybridanlage ergänzt. Auf diese Weise würde man sich nicht nur unabhängig machen von fossilen Brennstoffen und damit auch von der Lieferung durch den Energieversorger und den damit verbundenen steigenden Kosten, man würde auch etwas für die Umwelt tun. Schließlich nutzt man alternative Energien anstatt fossiler Brennstoffe.

Generell muss bei einer Planung einer Heizungsanlage auf die jeweilige Wohnsituation und die Bewohner eingegangen werden. In einem freistehenden Neubau einer sechsköpfigen Familie gibt es andere Werte zu beachten als zum Beispiel in einem Reihenhaus aus den 60er Jahren, das von einem alleinstehenden Paar bewohnt wird. „Bei der Planung gehen wir auf die Bedürfnisse der Kunden und der Häuser ein“, sichert Schmidt zu und ergänzt, dass sein Unternehmen mit Hilfe einer Serviceagentur auch eine Finanzierung der Heizungsanlage ermöglicht.

Um den Wechsel auf alternative Heiztechnologien attraktiv zu machen, beteiligt sich der Staat momentan noch mit bis zu 35 Prozent an den Kosten für ein klimafreundliches Heizsystem. Die Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezieht sich dabei nicht nur auf die Kosten der Heizanlage, sondern auf den gesamten Um- bzw. Einbau der Anlage.

Der Zuschuss muss vor Beginn der Maßnahme beim BAFA beantragt werden. Darüber hinaus muss ein Energieberater die Heizlast des Gebäudes ermitteln und ein Fachunternehmen muss den Einbau vornehmen und bestätigen, dass die Sanierung den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

„Machen Sie sich nicht verrückt, was den Einbau einer neuen Heizanlage angeht“ rät Holger Schmidt abschließend. „Gehen Sie das Thema in Ruhe an und vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Wir stehen für eine Beratung zur Verfügung und helfen Ihnen gerne bei diesem Projekt.“  zgi

heisantech.de

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