Am Baunsberg ist im Wald eine illegale Strecke mit Rampen und Kurven entstanden

Forst: Illegale Radpiste am Baunsberg kommt weg

Baunatal. „Das ist nicht legal.“ Das Fazit von Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen, kommt schnell und eindeutig. Eine vermutlich von Jugendlichen am Baunsberg selbst gebaute Fahrradstrecke könne aus Sicht des Naturschutzes nicht geduldet werden.

In der Verlängerung der Straße Am Lohküppel ist am steilen Hang hinauf zum Baunsberg eine Buckelpiste mit Sprungschanzen und Steilkurven entstanden. Fahrradspuren und Beobachtungen von Anwohnern weisen darauf hin, dass Jugendliche die Strecke regelmäßig für halsbrecherische Abfahrten nutzen.

„Als ich kürzlich in diesem Bereich wandern war, habe ich einige Jugendliche mit ihren Fahrrädern dort gesehen“, sagt Gerd Köberich aus Altenritte. Er wolle die Sache aber nicht verteufeln. Man sehe daran, dass solche Sportanlagen an anderer Stelle fehlten, sagt der 50-Jährige. „Es ist nur schade, dass dort das bisschen Wald darunter leidet.“

Uwe Zindel, der bei Hessen-Forst für den Baunsberg zuständig ist, macht deutlich, warum man diese Art von Fahrradstrecken im Wald nicht dulden könne. Begründet sei das im Waldbetretungsrecht. Jeder dürfe in den Wald gehen „zum Zwecke der Erholung“, sagt Zindel. Das Befahren des Waldes mit Fahrrädern außerhalb der Wege gehe darüber hinaus und könne nicht gestattet werden. „Das dürfen und wollen wir nicht.“

Förster Karsten Holzkamp hat sogar beobachtet, dass die Fahrer offensichtlich die Erweiterung der Piste planen. Oberhalb des Waldweges bauen sie eine weitere Schanze. „Die wollen über den Wanderweg springen. Dort soll eine richtige Downhill-Bahn entstehen“, vermutet Holzkamp. Und er stellt die Frage: Was passiert, wenn jemand mit dem Rad in Kopfhöhe in Spaziergänger fliegt? Schon aus Sicherheitsgründen müssen man die Strecke abbauen. „Vermutlich noch in dieser Woche.“

Seit wann es die Piste am Baunsberg gibt, ist indes nicht klar. Georg-August Witzel, der Am Lohküppel wohnt, geht von mindestens vier bis fünf Wochen aus. „Ich habe aber noch niemanden fahren sehen“, sagt der Altenritter.

Von Sven Kühling

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