Er bringt fabelhafte Welten zu Papier

14-jähriger Fuldabrücker hat Comic über Alexander den Großen gezeichnet

Junge zeichnet Comics und hält eines davon in der Hand.
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Junges Zeichentalent: Nils Jantzen hat die Geschichte von Alexander dem Großen als Comic zu Papier gebracht und als Buch drucken lassen.

Vor zwölf Jahren hat Nils Jantzen das Zeichnen für sich entdeckt: Es begann mit Wachsmalstiften an einer Wand in seinem Elternhaus. Heute bringt der Schüler Comics zu Papier.

Fuldabrück – In den Comics erschafft er mit viel Liebe zum Detail fantastische Welten. Es vergeht kein Tag, an dem er nicht zeichnet, berichtet der Jugendliche. Und so ist im vergangenen Schuljahr sein erster gedruckter Comic mit 65 Seiten entstanden. „Im vergangenen Schuljahr stand ein Jahresprojekt mit freier Themenwahl auf dem Stundenplan“, erklärt der Schüler der Freien Waldorfschule. Die Auswahl eines Themas sei ihm nicht schwer gefallen.

In seinem Werk „Alexander – Bis an die Grenzen der Welt“ zeigt Nils Jantzen die Geschichte des makedonischen Königs auf. „Es war mir wichtig, ein Stück wahre historische Geschichte zu Papier zu bringen, die es noch nicht als Comic gibt“, sagt er. Nach gründlichen Recherchen sei die Wahl dann auf den Eroberer gefallen.

Bereits in der sechsten Klasse wusste der 14-Jährige, dass seine Jahresarbeit zwei Jahre später ein Comic werden sollten, berichtet er. Bevor er mit dem Zeichnen loslegte, hat er aus Büchern, Fernsehreportagen und Hörbüchern jede Menge Informationen über Alexander den Großen gesammelt, wie er sagt.

Anschließend begann er mit den zarten Bleistiftskizzen, die später mit Tusche nachgemalt wurden. „In jeder der 65 Seiten stecken zehn Stunden Zeichenarbeit“, sagt der Schüler. „Meine Motive wurden von Seite zu Seite besser.“ Besonders schwer seien ihm die Pferde gefallen. „Die habe ich als Kind schon nicht gerne gemalt.“ Das Gesagte in den Sprechblasen, die für einen Comic so typisch sind, hat sich Nils Jantzen zum größten Teil, in Anlehnung an die historische Geschichte, ausgedacht.

Ab und zu hätte er auch ein Zitat benutzt, sagt er. Im zweiten Teil seines Buches hat der Jugendliche die ganze Geschichte des Eroberers ohne Bebilderung aufgeschrieben. Genau eine Woche vor seinem Vortrag in der Schule sei er mit seiner Jahresarbeit fertig geworden.

25 Exemplare hat der Schüler drucken lassen, die er bereits alle an seine Mitschüler verkauft hat. 25 weitere Vorbestellungen seien im Druck, verrät seine Mutter Katja Jantzen, die mächtig stolz auf ihren Sohn ist. Wenn er einen Verlag findet, möchte der junge Comic-Zeichner sein Werk auch gerne veröffentlichen.

Sein neues Buch, ein Fantasy-Comic, sei bereits in Arbeit. Außerdem plant Jantzen ein Kinderbuch über die vier Hühner seiner Familie. Darin soll es um Begebenheiten mit dem Federvieh gehen. Natürlich steht auch der Berufswunsch des 14-Jährigen fest. „Später will ich Comic-Zeichner oder Buchillustrator werden“, sagt der Dörnhager. (Tina Hartung)

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