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Nachbarschaftshilfe Fuldabrück bietet Fahrten zum Arzt oder Einkaufen an

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Von: Theresa Novak

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Die Fahrdienste nehmen einen Großteil der Arbeit der Nachbarschaftshilfe Fuldabrück ein. Erika Stobbe und Klaus Sonnemann erledigen diese mit ihren Privatautos.
Die Fahrdienste nehmen einen Großteil der Arbeit der Nachbarschaftshilfe Fuldabrück ein. Erika Stobbe und Klaus Sonnemann erledigen diese mit ihren Privatautos. © Theresa Novak

Sie sind Menschen, die anderen helfen und damit deren Alltag etwas leichter machen wollen: Die Nachbarschaftshilfe Fuldabrück hat in den vergangenen fünf Jahren seit Gründung 400 Aufträge von Hilfesuchenden erledigt. 9000 Kilometer sind die Ehrenamtlichen des Vereins mit ihren Privatautos gefahren, um Fuldabrücker zum Arzt, ins Krankenhaus oder zum Einkaufen zu bringen.

Fuldabrück – „Wir sind da, wenn’s brennt“, sagt Klaus Sonnemann, erster Vorsitzender des Vereins. „Wenn jemand Hilfe braucht, kommen wir und erledigen die verschiedensten Dinge.“ Das seien neben den Fahrdiensten zum Beispiel Haustiere versorgen, Hilfe bei behördlichen Anträgen, Besuchsdienste, Hilfe bei Festen und befristet im Haushalt bei Krankheit.

„Den Großteil unserer Arbeit machen die Fahrdienste und die damit verbundene Begleitung bei Ärzten oder in Krankenhäusern aus“, sagt Sonnemann. „Ältere Menschen finden sich in solchen Situationen nicht mehr gut zurecht und sind zum Beispiel in der Notaufnahme im Krankenhaus überfordert.“ Denn auch dahin begleiten Sonnemann und seine Mitstreiter die Hilfebedürftigen. „Wir ersetzen aber natürlich keinen Krankenwagen“, sagt Sonnemann. Manchmal werde die Arbeit auch mit dem Vergnügen verknüpft: „Eine ältere Dame wollte mal in die Stadthalle zum Weihnachtskonzert und brauchte eine Begleitung. Den Wunsch habe ich ihr erfüllt. Der Abend war klasse.“

Erika Stobbe, zweite Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, hat ebenfalls viel Freude an der ehrenamtlichen Arbeit im Verein. „Wir bieten auch Kaffeenachmittage zu verschiedenen Themen an, die Veranstaltungen sind jedes Mal toll.“ Ganz besonders gut gefallen habe ihr ein Vortrag der Polizei zum Thema „Sicherheit für Senioren“, in dem es auch um Enkeltricks ging. „Davon hört man ja immer öfter und unsere älteren Bürger sollen gewarnt sein.“

Auch während der Hochzeit der Coronapandemie hat die Nachbarschaftshilfe gearbeitet. „Dann eben mit Maske“, sagt Sonnemann. „Wir haben keinen im Stich gelassen.“ Der Verein hat 150 Mitglieder, für diese ist die Nutzung der Angebote kostenlos. Sie zahlen lediglich eine Kilometerpauschale.

Kontakt zur Nachbarschaftshilfe: Klaus Sonnemann, Tel.: 0178/9725028, Erika Stobbe 05665/4732, Achim Wiederrecht 01577/1973265, Sabine Büntig 0160/8074193. Hilfebedürftige können einen der Ansprechpartner anrufen, diese koordinieren dann alles Weitere. (Theresa Novak)

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