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Achim Mihr geht nach 45 Jahren in Fuldabrück in Ruhestand

Hat fast sein ganzes Berufsleben bei der Gemeinde Fuldabrück verbracht: Achim Mihr blickt gern auf die vergangenen 45 Jahre zurück.
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Hat fast sein ganzes Berufsleben bei der Gemeinde Fuldabrück verbracht: Achim Mihr blickt gern auf die vergangenen 45 Jahre zurück.

Nach 45 Jahren Arbeit für die Fuldabrücker Gemeinde geht Achim Mihr in Ruhestand. „Es ist zwar ein komisches Gefühl, zu gehen, aber ich bereue nichts und hatte hier schöne und interessante Jahre“, sagt er.

Fuldabrück – „Wer den Job hier machen will, der muss Menschen mögen.“ Das sagt Achim Mihr, seit 45 Jahren bei der Gemeinde Fuldabrück tätig und davon 17 Jahre Hauptamtsleiter im Rückblick auf sein Arbeitsleben. Jetzt geht der 64-Jährige in den Ruhestand.

„Durch dieses Zimmer hier gingen alle möglichen Geschichten und Emotionen. Sich mit den Mitarbeitern der Gemeinde zu beschäftigen und bei Problemen zu helfen, war ein Teil meiner Aufgabe.“ Und diesen Teil hat Mihr sehr gern ausgeführt, wie er sagt. Außerdem besonders viel Spaß gemacht hat ihm die Arbeit mit Auszubildenden.

Denn Mihr ist neben seinen Aufgaben als Hauptamtsleiter auch Standesbeamter und eben Ausbilder. „Mir liegen junge Menschen sehr am Herzen. Deshalb war das auch das Richtige für mich.“

Fast komplettes Berufsleben arbeitete er bei der Fuldabrücker Gemeinde

Mihr hat fast sein komplettes Berufsleben – bis auf die Ausbildung als Verwaltungsangestellter bei der Stadt Baunatal – bei der Gemeinde Fuldabrück verbracht. „Ich kann mich noch erinnern, dass ich an meinem ersten Tag aus dem Fenster geschaut und mir dabei so gedacht habe ‘ob ich hier wohl lange bleibe‘? Daraus sind dann 45 Jahre geworden.“

Wenn der Familienvater zurückblickt, ist er zufrieden mit sich und seiner Arbeit. „Es ist zwar ein komisches Gefühl, zu gehen, aber ich bereue nichts und hatte hier schöne und interessante Jahre. Es war zwar auch mal sehr stressig, aber das ist ja fast überall so.“

Stressig war auch Mihrs Anfangszeit als Leiter des Ordnungsamtes in Fuldabrück. Diesen Job hat er vor seiner Tätigkeit als Hauptamtsleiter gemacht. „Ich war damals erst 26 Jahre alt und mit Sicherheit der jüngste Ordnungsamtsleiter im Landkreis. Das war nicht immer so einfach und hat auch Widerstände von älteren Kollegen mit sich gebracht“, erinnert er sich.

Wenn sich der 64-Jährige an seinen letzten Tagen bei der Gemeinde Fuldabrück in seinem Büro umschaut, sieht er leere Wände und ausgeräumte Schränke. „Deswegen ist es gerade besonders komisch hier für mich, es hallt hier drin jetzt sogar.“

Mit dem Motorrad nach Südtirol

Aber wenn dieser Schritt getan ist, habe er viel freie Zeit, die er zu nutzen weiß: „Ich fahre Motorrad, lese gern Kriminalromane, arbeite Garten, baue Modelleisenbahnen und habe natürlich meine Familie. Mein Sohn hat zu mir gesagt, ich müsse mir jetzt erstmal Hobbys suchen, aber ich finde, ich habe davon schon genug.“

Ein Wunsch, den Mihr sich – sollte es die Corona-Pandemie zulassen – erfüllen will, ist eine Fahrt mit dem Motorrad nach Südtirol. „Ich hoffe, dass das im kommenden Jahr endlich klappt.“ Mihr verlässt seinen Platz auch mit einem guten Gefühl, weil „gut für meine Nachfolge gesorgt ist“.

Livia Uebe (30), bisher stellvertretende Fachbereichsleiterin im Fachbereich 2 des Rathauses, übernimmt den Posten von Mihr und wird Fachbereichsleiterin des Fachbereichs 1 Bürgerservice, Soziales, Kultur, Ordnung, Zentrale Dienste, wie der Posten offiziell heißt. (Theresa Novak)

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