Logistikunternehmer in Bergshäuser Moselweg muss Fahrzeuge umparken

Eigentümer muss für Ordnung sorgen

Mehrere Kleintransporter sind auf dem Grundstück im Moselweg 22 abgestellt. Auch Altpapier liegt auf dem Grundstück
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Mehrere Kleintransporter sind auf dem Grundstück im Moselweg 22 abgestellt. Bis zum 1. Mai hat der Eigentümer nun Zeit, die Fahrzeuge woanders abzustellen.

Der Moselweg 22 in Bergshausen war in den vergangenen Jahren immer wieder Anlass für Ärger in der Nachbarschaft: „Da sieht es aus wie auf dem Schrottplatz“, sagten Anwohner über das Grundstück, auf dem etliche Fahrzeuge und Kleintransporter eines Logistikbetriebs geparkt sind – teilweise abgemeldet. Dieser Anblick wird wohl bald der Vergangenheit angehören, denn es kommt Bewegung in die Sache.

Fuldabrück– „Wir haben dem Eigentümer des Grundstücks Anfang März die Chance gegeben, sich zu der Sache zu äußern“, sagt Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel. Doch der habe sich nicht gemeldet. „Also muss er die Fahrzeuge nun bis zum 1. Mai wegschaffen. Wenn er das nicht tut, droht ihm ein Bußgeld in Höhe von 10 000 Euro und der Abschleppdienst.

Denn dort, wo die Fahrzeuge abgestellt sind, ist ein allgemeines Wohngebiet. Dies lasse keine gewerbliche Nutzung zu, sagt Kühlborn.

Wo der Eigentümer seine Sprinter und Autos in Zukunft parkt, wird sich zeigen. „Er kann sie auf jeden Fall nicht einfach irgendwo an den Straßenrand stellen. Dann hat er bald das nächste Problem.“

Neben den Fahrzeugen gaben auch mehrere Stapel Altpapier Anlass zum Ärger. Doch damit müssen die Anwohner wohl erst mal leben. „Wenn von dem Müll keine Gefahr ausgeht, können wir an dieser Stelle nicht in das Eigentum eingreifen“, sagt Kühlborn.

Die Probleme im Moselweg 22 bestehen laut Anwohnern bereits seit fünf Jahren. Die Fahrzeuge blockierten die Straße, zum Beispiel komme die Müllabfuhr nicht mehr durch. Das Grundstück selbst sei eine Müllhalde mit Schrottfahrzeugen, Altpapier und alten Reifen. Mit dem betroffenen Bewohner habe man versucht zu sprechen, er sei auch ganz nett. Aber es ändere sich nichts.

Die Anwohner hatten sich mehrfach an die Gemeinde Fuldabrück gewendet, deren Mitarbeiter sich vor Ort selbst ein Bild gemacht haben. Die Gemeinde hat auch die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises eingeschaltet.

Versuche unserer Zeitung, mit dem Bewohner des Moselwegs 22 über die Parksituation zu sprechen, scheiterten. (Theresa Novak)

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