„Familien sind einfach spannend“

Fuldabrücker Autor Achim Wiederrecht hat Trilogie geschrieben

Fuldabrücker Autor Achim Wiederrecht vor seinem Gartenhäuschen in Dörnhagen mit seinen drei Büchern.
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In seinem Gartenhäuschen hat Achim Wiederrecht aus Dörnhagen seine drei Bücher geschrieben. Jetzt ist die Trilogie komplett. Der letzte Band ist jetzt erschienen, eine Lesung findet am 9. November statt.

Dass seine Geschichte Potenzial für eine Trilogie hat, war Achim Wiederrecht aus Fuldabrück-Dörnhagen schon beim Schreiben seines ersten Buches klar. 2019 kam es heraus. Nun, zwei Jahre später, ist sein Gesamtwerk fertig – der dritte Band mit dem Namen „Katharina – Am Ende des Weges“ ist erschienen.

Fuldabrück – „Die komplette Geschichte zu entwickeln und zu schreiben, hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagt Wiederrecht. Aber es war auch viel Arbeit. Deshalb gönnt er sich jetzt auch eine kleine Pause bis Ende des Jahres. „Wenn ich schreibe, sieht mich meine Frau eigentlich nur bei den Mahlzeiten.“

Der 72-Jährige ist „Self-Publisher“ und veröffentlicht sein Buch selbstständig. Beim Self-Publishing übernehmen Autoren die Aufgaben eines klassischen Verlages. „Nur das Drucken des Werks übernimmt der Verlag für mich.“ Das Buch wird dann auch vom Autor selbst vermarktet. „Es kann auch auf Nachfrage in Buchhandlungen bestellt oder als E-Book im Internet gekauft werden.“ Außerdem bei Wiederrecht selbst.

Wiederrecht ist Pensionär und hat viele Jahre beim Amtsgericht Kassel gearbeitet. „Jetzt hatte ich erst die Zeit dazu, mich so einem großen Projekt zu widmen. Neben einem Vollzeitjob hätte ich das niemals geschafft.“

In Wiederrechts Trilogie geht es um Katharina. Die junge Frau findet eines Tages ihre Freundin tot in einem See und die Geschichte beginnt. Katharina will gern studieren, doch ihr Vater hätte sie lieber im eigenen Geschäft. Diese Widrigkeit gilt es, zu überwinden. Aber nicht nur ihr Vater ist ein Hindernis. Noch etwas anderes passiert in Katharinas Leben, als sie schon kurz davor ist, ihren Traum zu verwirklichen. Aber es ergibt sich auch eine neue Chance für sie.

„Es ist eine Familiengeschichte“, sagt Wiederrecht. „Ich habe sie geschrieben, weil mich diese Art von Geschichten selbst am meisten interessiert. In Familien passiert immer viel, sie sind einfach sehr spannend.“

Ein Land, das dem Leser immer wieder begegnen wird, ist Schweden. Das kommt, weil Wiederrecht mit seiner Familie sehr oft dort war und sich gut auskennt. „Der Kiosk, der im Buch eine Rolle spielt, gibt es zum Beispiel wirklich.“

Als Mann über eine Frau zu schreiben, sei eine besondere Herausforderung gewesen. Aber seine Lektorin habe ihm dabei sehr geholfen und ihm Hinweise gegeben, wie eine Frau in bestimmten Situationen reagieren würde. Grob hatte Wiederrecht seine Geschichte vor dem Schreiben schon durchgeplant. „Ich bin Beamter, ich kann das gar nicht anders“, sagt er. Aber trotzdem gebe es manchmal Szenen, die sich einfach entwickeln und vorher gar nicht so gedacht waren. „Plötzlich steht dann da was auf dem Papier, wo ich gar nicht weiß, woher das jetzt kommt.“

Neben dem Schreiben hat Wiederrecht noch einige weitere Hobbys, denen er sich jetzt in seiner Pause widmen will. Malen und Musik machen sind zum Beispiel weitere Leidenschaften von ihm.

Vertreiben wird Wiederrecht sein Buch selbst. „Man muss Werbung machen und Lesungen anbieten. Das ist beim zweiten Teil der Trilogie wegen der Pandemie so nicht möglich gewesen.“ Deshalb habe er noch einige der bestellten Bücher übrig. Vom ersten Teil habe er etwa 70 Stück verkauft. „Damit bin ich sehr zufrieden.“ (Theresa Novak)

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