Huawei steigt aus

Glasfaser in Fuldabrück kommt für viele später  – Telekom realisiert Pilotprojekt allein

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Der Glasfaserausbau in Fuldabrück stockt seit September - jetzt ist Partner Huawei ausgestiegen und die Telekom macht alleine weiter.

Der Glasfaserausbau der Telekom in Fuldabrück wird sich verzögern. Partner Huawei steigt aus - die Telekom macht alleine weiter.

In einem Gespräch mit der Gemeinde und unserer Zeitung hat Thomas Peter, Regio-Manager der Telekom, den neuen Zeitplan vorgestellt: „Mitte 2020 gehen die ersten Kunden ans Netz, Mitte 2021 die letzten“.

Der Grund, warum sich das erste Pilotprojekt der Telekom in Hessen verzögert, ist folgender: Man habe erkannt, dass der Ausbau in dieser Form der Zusammenarbeit mit Huawei wenig Sinn macht und sich einvernehmlich entschieden, das zu stoppen. „Wir bedauern den Verzug, aber wir mussten das testen“, so Peter.

Glasfaser in Fuldabrück: Huawei sollte die Anschlüsse legen

Huawei sollte als Generalunternehmer das Projekt mit einem eigenen Konzept planen und den Ausbau mit Technik und Tiefbau übernehmen. Ähnlich wie bei einem Fertighaus, so erklärt es Peter, hätte Huawei die ausgebauten Ortsteile quasi schlüsselfertig an die Telekom übergeben, die dann nur noch den Kundenservice gemacht hätte. Bis zur 627. Adresse hat das Huawei bis jetzt auch so gemacht – diese Gebäude haben einen Anschluss. Das entspricht gut einem Drittel.

So steht es um den Glasfaserausbau inm Ortsteil Dörnahgen - die rote Linie zeigt an, wo bereits ausgebaut wurde.

Nun geht das Projekt ohne Generalunternehmer weiter: „Wir bauen jetzt so aus, wie immer – ohne Partner“, sagt Peter. „Unsere Mitarbeiter planen das Netz und von uns beauftragte Tiefbaufirmen erledigen die Bauarbeiten.“

Glasfaserausbau in Fuldabrück stockt seit September - Warum hat es so lange gedauert?

Nur: Warum hat das so lange gedauert? Seit September stehen die Bagger still, stockt der Glasfaserausbau in Fuldabrück. Zuletzt habe es Probleme mit den bereits engagierten Tiefbaufirmen gegeben. Zudem seien die Planer der Telekom bereits mit anderen Projekten voll ausgelastet gewesen, erklärt Peter. Bis alles neu geplant war, habe die Telekom keine fixen Termine nennen können.

Nun sind sie fix. Doch einige Kunden hatten sich auf den vor einem Jahr verkündeten Termin im November eingestellt und ihre Verträge mit anderen Anbietern bereits gekündigt. Bei der Telekom haben sie nun mitunter eine schlechtere Verbindung als beim Wettbewerber.

Einige Kunden haben ihre alten Verträge bereits gekündigt - Bürgerversammlung riet davon ab

So steht es um den Glasfaserausbau in den Ortsteilen Dennhausen/Dittershasuen - die rote Linie zeigt an, wo bereits ausgebaut wurde.

„Davon haben wir in jeder Bürgerversammlungen abgeraten“, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann. Und auch Peter betont: „Wir haben einen geregelten Prozess, wie wir das umstellen. Warten Sie auf unseren Anruf!“.

Sobald ein Zeitraum absehbar sei, an dem der Kunde technisch für Glasfaser freigeschaltet werden könne, sehe das der Kundenservice. Vor einer Frist von drei Monaten wissen weder Kundenshops noch Hotlines Genaueres zum Stand des Ausbaus. Deshalb könnten sie nicht von einer Kündigung abraten, so Peter. Ist ein Datum absehbar, kontaktiere die Telekom den Kunden und bespricht alles Weitere. Das wird nun Mitte 2020 sein.

Im April 2020 sollen die Tiefbauarbeiten erneut beginnen. Peter kündigt an, dass ein Baubegleiter der Telekom einmal am Tag vor Ort sein wird. „Das war auch ein großer Wunsch von uns“, sagt Lengemann. „Wir schauen nun nach vorn.“ 

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