Leiter bittet um Verständnis

Ärger um Parkplätze - Fuldabrücker Pflegedienst weiß nicht, wo er Autos abstellen soll

Weiß nicht wohin mit seinen Dienstwagen: Sigmund Kühl, Chef des gleichnamigen ambulanten Pflegedienstes in Fuldabrück, hat sieben Autos in seinem Fuhrpark. Die Mitarbeiter fahren damit zu den Pflegebedürftigen.
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Weiß nicht wohin mit seinen Dienstwagen: Sigmund Kühl, Chef des gleichnamigen ambulanten Pflegedienstes in Fuldabrück, hat sieben Autos in seinem Fuhrpark. Die Mitarbeiter fahren damit zu den Pflegebedürftigen.

Sigmund Kühl und seine Mitarbeiter vom Pflegedienst in Fuldabrück wissen nicht mehr, wo sie die Dienstwagen, mit denen sie täglich unterwegs sind, abstellen sollen - es gibt nicht genug Parkplätze.

Fuldabrück – „Wir müssen irgendwo parken, um unsere Arbeit zu machen – denn die ist wichtig“, betont Kühl. „Mir ist es ganz wichtig, dass uns mehr Verständnis entgegengebracht wird“, sagt der Chef des ambulanten Pflegedienstes Kühl an der Parkstraße in Dennhauen/Dittershausen.

Der Fuhrpark des Fuldabrücker Pflegedienstes besteht aus sieben Autos. Zwei Parkplätze stehen direkt vor den Geschäftsräumen des Betriebs zur Verfügung. „Die beiden Plätze habe ich angemietet“, sagt Kühl. „Die anderen Wagen haben wir sonst immer gegenüber beim Bürgerhaus geparkt.“

Doch jetzt wird das Bürgerhaus gerade saniert und die Parkplätze gibt es wegen der Baustelle aktuell nicht. „Das ist zwar ein Problem, aber für die Übergangszeit hätten wir das noch irgendwie hinbekommen“, sagt Kühl. Doch auch, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden seine Autos nicht mehr am gewohnten Ort abgestellt werden können: Denn zukünftig werden auf den meisten Parkplätzen am Bürgerhaus nur noch Mitarbeiter und Besucher dort parken dürfen.

„Das bringt meine Mitarbeiter und mich echt in die Bredouille“, sagt der 58-Jährige. Denn Probleme mit Anwohnern der Parkstraße wegen der veränderten Situation gebe es bereits. „Die Bewohner der umliegenden Mietshäuser sind verärgert, weil wir unsere Autos dann irgendwo abstellen – und das ist auch oft direkt vor deren Wohnungen. Wir werden überall verjagt.“ Zu den sieben Dienstwagen kämen auch noch die Privatautos der Angestellten, mit denen sie morgens zur Arbeit fahren. „Wenn dann alle vom Frühdienst zurück sind – das ist zirka um 14 Uhr – stehen hier fast alle Autos irgendwo in der Nähe, und das bis zum nächsten Tag.“

Die Parkplätze am Bürgerhaus in Dennhausen/Dittershausen sind nur für Besucher gedacht.

Der Versuch, beim evangelischen Gemeindehaus neben dem Bürgerhaus zu parken, sei ebenfalls schiefgegangen. „Am nächsten Tag, war der Parkplatz dann mit Flatterband abgesperrt.“

Sein Anliegen habe er der Gemeinde Fuldabrück mitgeteilt – laut Kühl ohne Erfolg. „Die Gemeinde hat mir angeboten, die Autos oben auf dem Berg, neben dem Bürgerhaus, abzustellen. Doch da ist es so steil, da bekommt man die Autotür entweder gar nicht auf oder, wenn man andersherum parkt, schlägt einem die Tür aus den Scharnieren.“ Sein Pflegedienst beschäftige auch eine 71- und eine 76-jährige Mitarbeiterin. „Die schaffen es gar nicht, dort aus dem Auto auszusteigen.“

Vier Parkplätze ständen am Bürgerhaus zur Verfügung, die frei blieben und nicht für die Besucher reserviert würden. „Ich finde, das ist eine gute Lösung“, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann. „Ich parke selbst dort oben, das kann man ganz normal machen.“

Da die Stellflächen eigentlich auch zum Bürgerhaus gehören, sieht Lengemann das als ein Entgegenkommen. „Wir könnten auch alle Flächen am Bürgerhaus ausschließlich für dessen Nutzung ausweisen. „Vor allem, weil es in der Vergangenheit immer mal wieder Beschwerden von Besuchern gab, die auch aufgrund der Autos des Pflegedienstes dort keinen Parkplatz mehr gefunden haben.“ Lengemann wolle aber betonen, dass er froh sei, dass Fuldabrück diesen Pflegedienst habe. „Diese Arbeit ist natürlich sehr wichtig.“ (Theresa Novak)

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