Ohne Adventsnachmittag fehlen den Ehrenamtlichen Spenden

Geldsorgen beim Mobilen Sozialen Hilfsdienst in Fuldabrück

Hoffen auf Spenden: Klaus Gustke (MSHD, von links), Volker Nägel (Kirchengemeinde), Pfarrerin Anna Debes und Conny Häfner (Vereinskuratorium) vom Mobilen Sozialen Hilfsdienst in Fuldabrück.
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Hoffen auf Spenden: Klaus Gustke (MSHD, von links), Volker Nägel (Kirchengemeinde), Pfarrerin Anna Debes und Conny Häfner (Vereinskuratorium).

Der Mobile Soziale Hilfsdienst in Fuldabrück steht vor Problemen: Der Adventsnachmittag als Einnahmequelle fällt coronabedingt aus, deshalb ist der auf Spenden angewiesen.

Fuldabrück – Eigentlich sollte am Sonntag ein süßer Duft von Plätzchen, kreative Adventsbasteleien und weihnachtliche Klänge vom Posaunenchor viele Fuldabrücker zum adventlichen Nachmittag zum evangelischen Gemeindehaus in Dennhausen/Dittershausen locken. Wie viele andere Veranstaltungen musste auch das vorweihnachtliche Treiben coronabedingt abgesagt werden. Für die Arbeit des Mobilen Sozialen Hilfsdienstes (MSHD) stellt diese Absage ein großes Problem dar. Der Gesamterlös der Veranstaltung, der jedes Jahr zwischen 5000 und 6500 Euro liegt, sichert seit vielen Jahren die Arbeit des MSHD.

Am kommenden Sonntag sollte der adventliche Nachmittag, der alljährlich von der Evangelischen Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit den Vereinen in Dennhausen/Dittershausen veranstaltet wird, zum 32. Mal stattfinden. „Der Adventsnachmittag hat eine lange Tradition im Ort und ist sehr beliebt bei den Menschen“, sagt Conny Häfner vom Vereinskuratorium.

Die Veranstaltung, bei der jeder Verein mit einer bestimmten Aufgabe betraut ist, sei für die Fuldabrücker eines der Highlights im Jahr, weiß sie. Dieser Nachmittag würde von den Bürgern sehr gerne angenommen und diene der vielfältigen Begegnung zum Beginn der Weihnachtszeit. „Auch beim Gottesdienst, der immer als Auftakt dient, ist es jedes Jahr rappelvoll“, sagt Häfner. Das alles ist in diesem Jahr allerdings wegen der Corona-Pandemie ausgeschlossen und somit fehlt auch der Erlös für den Betrieb des Mobilen Sozialen Hilfsdienstes, der mit einem Bus vor allem für die Bedürfnisse und Fahrdienste der Fuldabrücker Senioren eingesetzt wird.

Die Kosten werden von den Vereinen, Verbänden und der Evangelischen Kirchengemeinde getragen. „Nur durch die Einnahmen beim adventlichen Nachmittag kann der MSHD schwarze Zahlen schreiben“, sagt Pfarrerin Anna Debes. Leider übersteige der Betrieb des Busses das Budget der Kirchengemeinde, erklärt sie.

Um die Arbeit des MSHD auch im kommenden Jahr fortführen zu können, bittet das Kuratorium der Fuldabrücker Vereine sowie die Evangelische Kirchengemeinde um finanzielle Mithilfe. Es sei schade, wenn der Bus und damit auch die Fahrdienste abgeschafft werde müssten, sagt Häfner. (Tina Hartung)

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