Zeitplan der Telekom unklar

Glasfaserausbau stockt erneut: Probleme mit Tiefbau-Firmen in Fuldabrück

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Der Glasfaserausbau in Fuldabrück verzögert sich aufgrund von Problemen mit dem Tiefbau. 

Es ist ruhig um den Glasfaserausbau in Fuldabrück, einem Pilotprojekt der Telekom in Hessen. Der Anbieter hat Probleme mit ausführenden Firmen. Der Ausbauzeitplan verschiebt sich weiter.

„Es kam im Verlauf der bisherigen Bauaktivitäten zu Problemen, die eine Neubewertung bezüglich des Fortgangs unseres Ausbauvorhabens erforderten“, sagt Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney. Auslöser sei die extrem angespannte Lage auf dem Tiefbaumarkt in Deutschland. „Das hat mitunter Auswirkungen auf die Preise, die Qualität und die Laufzeiten von bestehenden Bauvorhaben – leider auch in Fuldabrück.“

Aus heutiger Sicht könne man noch kein belastbares Zieldatum für die weiteren Arbeiten oder die Inbetriebnahme des neuen Netzes nennen. „Wir befinden uns in intensiven Nachverhandlungen und Gesprächen, um die noch anstehenden Baumaßnahmen so zeitnah wie möglich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, sagt McKinney. Ursprünglich war geplant gewesen, dass alle Haushalte bis zum November dieses Jahres mit Glasfaser versorgt sind.

Glasfaser in Fuldabrück: Schwieriger Umgang mit Alt-Verträgen

Das Warten wird manchen Kunden in Fuldabrück auch durch den Umgang mit ihren Alt-Verträgen erschwert. So auch bei Peter und Iris Alter aus dem Ortsteil Dörnhagen, die noch keinen Glasfaseranschluss haben. Derweil hat die Telekom schon mehrfach mit der Kündigung des alten Vertrags gedroht. 

„Warum kann man den nicht weiter laufen lassen, bis wir unseren Anschluss haben?“, fragt Peter Alter. Schon mehrfach habe man in Kontakt mit dem Unternehmen gestanden, alle bisherigen Lösungsvorschläge für die Übergangszeit böten aber deutlich schlechtere Konditionen als der bisherige Vertrag.

Umstellung auf IP-Technologie

Grundsätzlich sollen bis Ende 2019 die Anschlüsse aller Privatkunden der Telekom auf IP-Technologie (Internet-Telefonie) umgestellt werden, erklärt McKinney. „Das IP-Netz ist das Netz der Zukunft, denn es ist die Basis für einen Vectoring- oder Glasfaseranschluss.“ Für das alte ISDN-Netz werde es immer schwieriger, Ersatzteile zu beschaffen, und die Serviceverträge mit den Herstellern liefen aus. „Die bestehenden Verträge sind noch auf die bisherige Technik abgestimmt und können deshalb nicht mehr fortgesetzt werden.“

Bei einer sehr geringen Anzahl von Kunden könne die Telekom aus technischen Gründen nach der Umstellung nicht dieselbe Leistung anbieten wie auf der alten ISDN-Plattform. Besonders bei Kunden, die weiter weg von Verteilerkästen leben, sei das ein Problem. „Die am Anschluss vorhandene Bandbreite ist zu gering für einen Breitbandanschluss und lässt sich nicht über das Mobilfunknetz kompensieren“. sagt McKinney.

Von der Umstellung betroffene Kunden würde man aber schon im Vorfeld mehrfach anschreiben. Zu dem spezifischen Fall der Alters wollte er sich nur in soweit äußern, dass der Kundenservice das Paar kontaktieren würde. Darauf warten die beiden Fuldabrücker allerdings noch.

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