Sanierung im Jahr 2019 geplant

Hubbel und Risse im Asphalt: Holperpiste in Fuldabrück nervt Radfahrer

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Hubbel und Risse: Alle paar Meter sieht man die Beschädigungen am Weg. Radfahrer ärgern sich über die Erschütterungen, die beim Drüberfahren den Körper durchschütteln. 

Wer mit dem Rad auf dem Weg zwischen Dörnhagen und Dennhausen/Dittershausen unterwegs ist, hat zurzeit keinen Spaß – sondern eher Schmerzen. Im nächsten Jahr soll die Holperpiste saniert werden.

Die Straßenschäden alle paar Meter bringen sogar einige dazu, aufs Feld auszuweichen, das direkt an den Radweg angrenzt. „Dort kann man zurzeit besser fahren, als auf dem asphaltierten Weg“, sagt eine Radfahrerin aus Dörnhagen.

Der Grund für die Hubbel und Risse sind Baumwurzeln, die den Asphalt durchbrochen haben. „Wenn man mit dem Rad dadrüber fährt, gibt es Erschütterungen bis in den Kopf. Gerade bei Rücken- oder Hüftproblemen ist das nicht zumutbar.“ Auf die daneben vorbeiführende Landstraße wollen viele Radler auf keinen Fall ausweichen. „Das ist viel zu gefährlich, die Autos fahren hier 100 Kilometer pro Stunde und überholen auch.“ Außerdem zeigt ein Schild am Weg an, dass der Radweg benutzt werden muss.

Schäden sind Landkreis Kassel und Hessen Mobil bekannt 

Die Schäden sind Hessen Mobil und dem Landkreis Kassel seit Längerem bekannt. „Wir wissen, dass der Weg intensiv genutzt wird, auch von Pendlern, die mit dem Rad zur Arbeit fahren“, sagt Harald Kühlborn vom Landkreis Kassel. „Es muss dort etwas getan werden.“ Vor Kurzem haben die Behörden den Auftrag für die Sanierung des knapp über zwei Kilometer langen Weges deshalb ausgeschrieben – mit überraschendem Ergebnis.

Hubbel und Risse: Alle paar Meter sieht man die Beschädigungen am Weg. Radfahrer ärgern sich über die Erschütterungen, die beim Drüberfahren den Körper durchschütteln.

„Die Preise haben unsere Kalkulation um das Dreifache überschritten“, sagt Kühlborn. Man habe mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag gerechnet, Angebote gab es aber nur für knapp 400 000 Euro. „Das geht überhaupt nicht“, sagt Kühlborn. Die Behörden haben sich daraufhin über alternative Möglichkeiten Gedanken gemacht, zum Beispiel, den Radweg anders zu führen, damit die Kosten für die Bauarbeiten geringer werden. „Dann wäre der Weg aber länger geworden und wir müssten dort ins Feld eingreifen. Das würde auch nicht billiger.“

Finale Entscheidung nach Ausschreibung fällt 2019

Einen Plan gibt es jetzt aber trotzdem: Der Weg soll nächstes Jahr im Zuge der Sanierung der daneben führenden Landstraße (K 16) angepackt werden. „Wir schreiben die Arbeiten dann als Komplettpaket aus und erhoffen uns so, ein wirtschaftliches Angebot zu bekommen“, sagt Kühlborn. Die finale Entscheidung nach der Ausschreibung soll Anfang nächsten Jahres fallen, die Arbeiten dann auch in 2019 umgesetzt werden.

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