Auch die Hundesteuer sollen angehoben werden

In Fuldabrück wird es teurer - Höhere Grundsteuer

Luftbild von Fuldabrück mit der Bergshäuser Brücke
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Da in Fuldabrück keine Straßenbeiträge gezahlt werden müssen, muss die Gemeinde das Geld für Sanierungen anders generieren. Das sagt Bürgermeister Dieter Lengemann zur geplanten Steuererhöhung.

Haus- und Wohnungseigentümer müssen wohl ab nächstem Jahr mehr Grundsteuer bezahlen – wenn dies vom Fuldabrücker Gemeindeparlament so beschlossen wird.

Fuldabrück – Der Haushaltsentwurf, den Bürgermeister Dieter Lengemann am Donnerstagabend vorstellte, sieht die Steuererhöhung jedenfalls vor.

Die Steuern

„Wir müssen die Grundsteuer A und B um jeweils 100 Prozentpunkte (von 550 auf 650) erhöhen, sonst bekommen wir keinen ausgeglichenen Haushalt hin.“ Eine Erhöhung um zehn Prozentpunkte bringe 40 000 Euro. Somit würde die Gemeinde insgesamt 400 000 Euro mehr Grundsteuer einnehmen, als zuvor. Die Gewerbesteuer bleibt bei 495 Prozentpunkten. „Wir müssen viel Geld in unsere Straßen investieren“, sagt Lengemann. Da die Gemeinde keine Straßenbeitragssatzung hat und die Bürger bei Sanierungen nichts zuzahlen müssen, müsse die Gemeinde das Geld woanders generieren.

Auch die Hundesteuer soll erhöht werden. Für den ersten Hund zahlen ihre Besitzer laut Haushaltsentwurf künftig 96 statt 84 Euro, für den zweiten Hund 144 statt 132 Euro. Jeder weitere Hund kostet jährlich 156 statt 144 Euro und ein gefährlicher Hund wird mit 660 statt vorher 624 Euro besteuert.

Die Hundesteuer sei dafür da, die Anzahl der Tiere in einem angemessenen Maß zu halten. „Was mir etwas Sorgen macht, sind die acht gefährlichen Hunde in der Gemeinde“, sagt Lengemann.

Der Stellenplan

Die Personalaufwendungen, wie es im Haushaltsentwurf heißt, sind der größte finanzielle Batzen, den die Gemeinde zu stemmen hat: 7 451 150 Euro sind für diesen Bereich veranschlagt. Aufgestockt werden soll das Personal für die Kindertagesstätten (drei Stellen mehr) und für den Bauhof (zwei Stellen mehr).

Die Investitionen

Im nächsten Jahr sollen unter anderem 170 000 Euro für einen Ladog ausgegeben werden. 650 000 Euro werden für die Restfinanzierung für den Neubau der Kita in Dörnhagen veranschlagt. 1 400 000 Euro sollen in den zweiten Bauabschnitt des Bürgerhauses in Dennhausen/Dittershausen gesteckt werden. Für das Konzept der Sporthallensanierung in Bergshausen sind 250 000 Euro veranschlagt, für eine neue Heizungsanlage im Bauhof und ein neues Tor 75 000 Euro. Die Feuerwehr braucht 125 000 Euro für ein Notstromaggregat und 114 000 Euro für Ausrüstungsgegenstände. Außerdem ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, das mit 60 000 Euro eingeplant ist. Da laut Lengemann Jugendliche auf die Gemeinde zugekommen sind, die sich eine Pumptrackbahn wünschen, ist im Haushalt auch ein Beitrag über 60 000 Euro eingestellt worden, wobei eine Förderung über 36 000 Euro erwartet wird.

Die Sanierung der Flughafenstraße wird ebenso Thema im nächsten Jahr sein, für Abwasser und Straßenbau sind insgesamt 1,5 Millionen Euro eingeplant. Der Gehweg zum Bahnhof Rengershausen, der saniert werden soll, ist mit 80 000 Euro veranschlagt. In die Ver- und Entsorgung sollen 530 000 Euro investiert werden (grundhafte Kanalerneuerung, Sanierung Kläranlage, Pumpen und Arbeitssicherheit).

Das Volumen

Sollte der Haushalt für 2022 so vom Parlament beschlossen werden, rechnet die Gemeinde mit einem Überschuss von 474 150 Euro. Das Gesamtvolumen liegt bei über 25 Mio. Euro im Ergebnishaushalt und 11 828 000 Euro im Finanzhaushalt (Investitionen).

Das Baugebiet

Eines der größten Projekte im nächsten Jahr ist das Baugebiet in Denn-/Dittershausen, das sich auch im Haushaltsentwurf an mehreren Stellen zeigt. Das Bauumlegungsverfahren, die Erschließung der Grundstücke, der Straßenbau – die Kosten für diese Posten werden am Ende bestimmen, für wie viel Geld die Grundstücke veräußert werden. „Wir gehen als Gemeinde in Vorleistung“, sagt Lengemann. Wenn die Grundstücke verkauft werden, bekommt die Gemeinde ihre Investitionen zurück. (Theresa Novak)

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