Anwälte wollen bis Ende Mai eine Lösung finden

Insolvente Fuldabrücker Firma Nicol: Hoffnung auf Investor ist groß

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Seit Anfang März insolvent: Das Kasseler Familienunternehmen hat seinen Sitz in Fuldabrück. Das Geschäft läuft weiter, die Insolvenzverwalter suchen jetzt nach einem Investor.

Fuldabrück. Weiter zittern heißt es für die Mitarbeiter der insolventen Fuldabrücker Firma Nicol – bisher gibt es keinen Investor.

Deshalb ist man weiter auf der Suche, teilen die Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko und Jutta Rüdlin mit. „Wir hoffen, dass wir bald einen Investor finden und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben“, sagen die Anwälte.

Das Kasseler Familienunternehmen mit Standort am Ostring in Fuldabrück hatte Anfang März Insolvenz angemeldet (HNA berichtete). Der Geschäftsbetrieb mit 72 Mitarbeitern wird seitdem weitergeführt. Die Löhne und Gehälter sind insgesamt für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Das Unternehmen stellt Badausstattungen her und vertreibt diese unter anderem an Baumärkte.

Die Struktur der Firma ist komplex: Zur Nicol-Holding Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Nicol-Möbel Vertriebs-GmbH & Co. Wohnbadausstattungs-KG mit 54 Mitarbeitern, die Clarissa Wohnaccessoires GmbH & Co. KG mit acht Mitarbeitern, die Batex Kunststoff- und Textilvertriebs-GmbH mit einem Mitarbeiter und die SanwoodBad-Ausstattungs-GmbH & Co. Vertriebs-KG mit neun Mitarbeitern. „Am besten wäre natürlich eine Paketlösung“, sagen Danko und Rüdlin. „So würde alles in einer Hand bleiben.“

Die Reaktion der Kunden auf die Insolvenz sei unterschiedlich, aber überwiegend positiv. „Zahlreiche Geschäftspartner geben der Firma Nicol einen gewissen Vertrauensvorschuss, was aus langjährig gewachsenen Beziehungen resultiert.“

Wie es nach dem 31. Mai weitergeht, hängt davon ab, wie sich der Investorenprozess in den nächsten Wochen entwickelt.“ Dann sind die Monate, in denen die Gehälter über das Insolvenzgeld gesichert sind, vorbei. „Die laufenden Gespräche und Verhandlungen sind abzuwarten.“

Die Anwälte stehen der Zukunft des Unternehmens Nicol aber insgesamt optimistisch gegenüber: „Wir wollen bis zum Stichtag Ende Mai eine Lösung finden.“

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