Nachfolge steht fest

Jugendpflegerin verlässt nach 34 Jahren Fuldabrück

Elke Doubrawa (links) war zusammen mit Peter Mangold lange das Gesicht der Jugendpflege. Jetzt übergibt sie an Katharina Baumann (rechts).
+
Elke Doubrawa (links) war zusammen mit Peter Mangold lange das Gesicht der Jugendpflege. Jetzt übergibt sie an Katharina Baumann (rechts).

Die Entscheidung zu gehen, ist Jugendarbeiterin Elke Doubrawa nicht leicht gefallen. Mehr als ihr halbes Leben hat die Diplom-Sozialpädagogin aus Kassel bei der Gemeinde Fuldabrück gearbeitet und sich um Kinder, Jugendliche, Senioren, Behinderte und vieles mehr gekümmert. Jetzt, nach über 34 Jahren, ist Schluss.

Fuldabrück – Elke Doubrawa will beruflich flexibler werden und dadurch mehr Zeit für ihre Familie gewinnen. „Nach all den Jahren die Worte ‘ich kündige‘ auszusprechen, war nicht einfach“; sagt die 60-Jährige. „Ich habe mich lange mit dem Gedanken auseinandergesetzt, am Ende aber die Entscheidung getroffen. Mittlerweile habe ich mich an den Gedanken gewöhnt.“

Ganz mit der Arbeit aufhören, will sie nicht. „Ich werde weiter freiberuflich als Supervisorin tätig sein. Das mache ich nebenbei schon seit 20 Jahren.“ Nebenbei heißt, neben ihrem eigentlichen Vollzeitjob bei der Gemeinde. „Ich habe immer viel und intensiv gearbeitet, jetzt ist die Zeit gekommen, etwas weniger zu machen.“

Doubrawas Mann ist als Selbstständiger noch voll im Berufsleben. „Wir haben uns gesagt, wir wollen mehr Zeit und weniger Arbeit. Ich mache jetzt mal den Anfang und wir schauen, wie und wann mein Mann nachkommt“, sagt Doubrawa.

Mit ihrer Laufbahn ist sie zufrieden und blickt gern auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. „Besonders schön an meinem Job fand ich, dass ich mich ständig weiterentwickeln konnte und nicht an einem Punkt stehengelieben bin.“ Lebenslanges Lernen, das ist Doubrawas Motto. Und dies habe sie sich in den vergangenen 34 Jahren in ihrem Job auch zu Eigen gemacht.

Ihre Tätigkeitsschwerpunkte hätten sich deshalb auch immer wieder verändert und erweitert. „Ich habe mit der Kinder- und Jugendarbeit angefangen, dann aber weitere Aufgabengebiete übernommen wie zum Beispiel die Arbeit mit Senioren. Später war ich dann auch so etwas wie eine Kulturreferentin.“ Letzteres habe ihr sehr viel Spaß gemacht, weil „sich in der Kulturarbeit so viel miteinander verbinden lässt“. Am Ende lasse sich ihr Job als Arbeit im Gemeinwesen bezeichnen. „Dieses Gemisch der Aufgaben ist über die Jahre entstanden“, sagt Doubrawa.

Besonders am Herzen gelegen hätten ihr immer die Kinder. „Aber auch die Senioren sind mir sehr wichtig.“ Gerade seit der Pandemie habe ich viel Kontakt zu ihnen gehabt. Manche brauchten das sehr.“

Nachfolgerin von Doubrawa ist die 38-jährige Katharina Baumann. Sie ist ebenfalls Diplom-Sozialpädagogin und beginnt im neuen Jahr als Jugendpflegerin bei der Gemeinde Fuldabrück. Doubrawa arbeitet noch bis Weihnachten. „Wenn mich danach noch mal die Sehnsucht nach meinem zweiten Zuhause hier bei der Gemeinde packt, dann kann ich ja immer mal gucken kommen“, sagt Doubrawa. (Theresa Novak)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.