Fuldabrück im Kreis Kassel

Biberpärchen tauscht Zärtlichkeiten aus - Spaziergänger gelingt Foto

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Seltene Aufnahme: Spuren vom Biber wurden in der Nähe von Fuldabrück schon öfter gefunden. Nico Fuhrmann gelang aber auch ein Foto der scheuen Tiere. 

In Fuldabrück konnte Spaziergänger ein Biber-Pärchen fotografieren. Die beide Tiere tauschten gerade Zärtlichkeiten aus.

  • Eine ganz besondere Fotoaufnahme gelang einem Spaziergänger im Kreis Kassel.
  • Er hat bei Fuldabrück sei Biber gesehen.
  • Die Tiere tauschten gerade Zärtlichkeiten aus.

Zwei ganz besondere Fuldabrücker konnte Nico Fuhrmann jetzt beim Austausch von Zärtlichkeiten beobachten. Bei einem Spaziergang an der Fulda entdeckte er nämlich zwei Biber.

Die beiden ließen sich auch von ihm, seiner Kamera und seinen Kindern nicht stören, putzten und sonnten sich. „Wir haben uns sehr ruhig verhalten und die Aufnahmen durch das Dickicht hindurch gemacht“, erklärt Fuhrmann. Diese Beobachtung ist ungewöhnlich, denn eigentlich sind die Tiere scheu und dämmerungsaktiv, sagt Roman Krettek. Er ist seit Kurzem Biberbeauftragter des Landkreises Kassel.

Biber im Kreis Kassel: Im Frühjahr haben die Tiere viel zu tun

„Das liegt eventuell auch an der Jahreszeit“, sagt er. Jetzt im Frühjahr trieben die Pflanzen aus, der Biber habe viel zu tun und viel zu fressen. Grundsätzlich sollte man die Tiere aber nur aus der Ferne beobachten und sie nicht stören, so der Experte.

Denn noch immer ist der Biber ein seltener Gast in der Region. „Wie viele Tiere im Landkreis leben, wissen wir nicht genau“, sagt Krettek. Oft fänden sich nur Spuren, mitunter gebe es auch Totfunde, etwa, weil ein Biber überfahren wurde. Daraus ließen sich aber keine Rückschlüsse ziehen, ob es sich um Dauergäste oder Durchzügler handelt.

Biber im Kreis Kassel: Zahl der Meldungen ist gestiegen

Allerdings sei die Zahl der Meldungen – insbesondere im vergangenen Jahr – gestiegen, sagt Krettek. Es gebe also Anlass zur Annahme, dass die Biberpopulation im Kreis wächst. 2013 waren in Fuldabrück erstmals Spuren des Nagetiers gefunden worden, das in der Region lange als ausgestorben galt. Auch an der Losse und in der Nähe von Fuldatal wurden schon Spuren gemeldet.

Eben diese Spuren können aber auch zu Konflikten führen. Denn der Biber, der unter strengem Artenschutz steht, lässt sich von Gartenzäunen nicht aufhalten und nagt auch auf Privatgelände. „So einen Fall hatten wir bisher aber erst einmal“, sagt Krettek. Dann suche man gemeinsam nach Lösungen, um die Tiere abzuschrecken, ohne ihnen zu schaden.

Hinweis: Wer Fragen hat oder einen Fund melden will, erreicht den Biberbeauftragten unter 0561/10033104 oder roman-krettek@landkreiskassel.de

Von Michaela Pflug

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