Standort eröffnet im September

Jetzt doch mit neuem Namen: Möbelhaus Finke in Fuldabrück wird zu Höffner

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Baustelle: Am Standort Fuldabrück ist in den vergangenen Monaten schon viel passiert. Der Name Finke, der jetzt noch am Gebäude zu sehen ist, wird bald durch den Namen Höffner ersetzt.

Möbel Finke in Fuldabrück wird doch zu Möbel Höffner. Diese Information kommt überraschend. Monatelang hieß es nämlich, dass Finke nach dem Totalumbau im September wieder unter altem Namen öffnet.

„Wir haben uns relativ kurzfristig dazu entschieden, den Namen des Möbelhauses in Höffner zu ändern“, sagt eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage.

Der Grund dafür sei vor allem das Thema Werbung. „Wir werben in ganz Deutschland unter dem Namen Höffner. Wenn das Möbelhaus in Fuldabrück den Namen Finke behalten würde, müssten wir unser komplettes System umstellen.“

Einen Kundenverlust wegen des neuen Namens fürchtet Höffner nicht. Man wisse, dass Finke in der Region sehr bekannt sei. „Doch unser Einzugsgebiet ist ja viel größer, Kunden werden auch von weiter weg kommen, die dann eben eher Höffner kennen.“

Bis es aber so weit ist und das Einrichtungshaus öffnet, muss noch viel passieren. „Kassel kann sich auf eines der modernsten Möbelhäuser Deutschlands freuen“, sagt Höffner-Geschäftsführer Thomas Dankert. „Die gesamte Fassade mit einer Fläche von 11.000 Quadratmetern wird nach der neuesten Energiesparverordnung gedämmt. Vorher muss jedoch der komplette Rohbau fertig sein.“ 

Zum Thema: Finke-Belegschaft nach Höffner-Übernahme unzufrieden: Viele wollen gehen

Dazu würden in den nächsten Monaten 50.000 Quadratmeter Boden ausgehoben und abtransportiert werden. „Außerdem werden 1350 große Fertigbauteile sowie 1000 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Zusätzlich müssen 5000 Kubikmeter Beton und 150.000 Steine für Mauerwerk verarbeitet sowie 45 Kilometer Elektroleitungen verbaut werden“, sagt Dankert. Für all das seien 400 Bauarbeiter und 40 Firmen im Einsatz und es bleibe kein Stein auf dem anderen.

Wenn Höffner im September in Fuldabrück-Bergshausen eröffnet, soll das Angebot vom Ersteinrichter bis zum gehobenen Premium-Wohnen reichen. Einen besonderen Schwerpunkt werde eine große Küchenabteilung bilden.

Wie berichtet, hatte die Höffner-Inhaberfamilie Krieger Finke im Herbst vergangenen Jahres übernommen. Um die dadurch entstandene Situation für die 160 Mitarbeiter am Standort Fuldabrück gab es damals viel Wirbel, weil die Angestellten über neue Konditionen und Arbeitsverträge verärgert sein sollen. Dass Finke nun doch zu Höffner wird, habe für die Situation der Mitarbeiter jedoch keine Auswirkungen, sagt eine Unternehmenssprecherin.

Für die Mitarbeiter hätte es aber auch schlimmer kommen können: Der Finke-Hauptsitz in Paderborn wird beispielsweise abgerissen, weil der neue Inhaber keine Überlebenschance für den Standort sieht.

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Hier befindet sich das Möbelhaus:

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