Mitarbeiter müssen sich auf Veränderungen einstellen

Möbelhaus Finke bleibt in Fuldabrück: Standort nach Verkauf an Höffner gesichert

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Beliebt bei Kunden: Das Möbelhaus Finke an der Albert-Einstein-Straße in Fuldabrück ist ein gern genutztes Einkaufsziel in der Region. 160 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Der Finke-Standort in Fuldabrück bleibt erhalten. Das versicherte die Höffner-Möbelgesellschaft, an die Finke verkauft worden ist, der HNA. Die Mitarbeiter sind trotzdem verunsichert.

Das Möbelhaus im Fuldabrücker Ortsteil Bergshausen soll weiter unter dem Namen Finke geführt werden. Für die 160 Beschäftigten wird es Veränderungen geben. Wie diese konkret aussehen, wurde bislang nicht öffentlich gemacht.

„Im Zuge der Sanierung der Finke-Gruppe hat die Unternehmensleitung am Dienstagabend eine wichtige Einigung mit dem Betriebsrat des Standortes Kassel erzielt“, sagt ein Sprecher der Höffner-Gruppe.

Der Zukunftsplan sehe einen Interessensausgleich, einen Sozialplan, die Anpassung der Arbeitsverträge sowie die organisatorische Umstellung in Kassel vor. Letzteres sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, das Haus in Kassel dauerhaft wettbewerbsfähig aufzustellen.

Was das alles genau heißt, darüber schweigen die Beteiligten trotz Nachfrage. Auch der Betriebsrat in Kassel wollte sich nicht zu den Details äußern. Nur so viel: „Eine Sanierung ist kein Spaziergang“, sagt Betriebsratsvorsitzende Heike Tripp-Noll. „Wir haben gemeinsam in Verantwortung für die langfristige Sicherung des Standortes gehandelt. Jetzt schauen wir nach vorn und denken wieder an unsere Kunden.“

Verdi kritisiert neue Finke-Eigentürmer 

Die Gewerkschaft Verdi hält indes weiter an ihrer Kritik an den neuen Eigentümern fest und fordert die Höffner-Inhaberfamilie Krieger auf, sich an Recht und Gesetz zu halten. „Herr Krieger möchte anscheinend den Kaufpreis für Finke refinanzieren, indem er die Löhne von 160 Mitarbeitern in Fuldabrück radikal reduziert“, sagt Gewerkschaftssekretär Manuel-Lars Sauer von Verdi-Nordhessen. „So sollten die Beschäftigten künftig 1700 Euro Grundgehalt brutto bekommen (vorher zwar unter Tarif, aber immerhin 2200 bis 2400 Euro).“

Auch die Wochenarbeitszeit solle angehoben werden, zum Teil auf 48 Wochenstunden. Weiterhin habe das Unternehmen angekündigt, Personal abzubauen. Sollten sich die Beschäftigten nicht für einen Gehaltsverzicht entscheiden, wolle Krieger das gesamte Haus schließen, sagt Sauer. „Wir fordern Krieger auf, die bestehenden Verträge mindestens ein Jahr lang unangetastet zu lassen, wie es rechtlich nach einer Betriebsübernahme auch eindeutig geregelt ist.“

Finke-Mitarbeiter sind verunsichert 

Sauer vermutet, dass sich die Finke-Mitarbeiter in Verhandlungen unter Druck setzen lassen, weil sie wissen, dass die Filiale in Paderborn geschlossen und das Gebäude abgerissen wird. Dass der Fuldabrücker Filiale aber ein ähnliches Schicksal bevorsteht, glaubt auch Sauer nicht. „Das Möbelhaus in Fuldabrück ist eine der ertragreichsten Finke-Filialen. Eine Schließung wäre hanebüchen. Trotzdem sind die Mitarbeiter verunsichert.“

Hier befindet sich Finke in Fuldabrück:

Finke: Liste der Kaufhäuser 

Diese Kaufhäuser gehören zu Finke 

Name

Ort

Typ des Hauses

Finke Erfurt

Erfurt

Einrichtungshaus

Finke Hamm

Hamm

Einrichtungshaus

Finke Jena

Jena

Einrichtungshaus

Finke Kassel

Kassel

Einrichtungshaus

Finke Münster

Münster

Einrichtungshaus

Finke Paderborn

Paderborn

Einrichtungshaus

XARA

Paderborn

Küchenfachmarkt

Preis-Rebell

Kassel

Wohndiscounter

Preis-Rebell

Paderborn

Wohndiscounter

Preis-Rebell

Erfurt

Wohndiscounter

Preis-Rebell

Beckum

Wohndiscounter

Preis-Rebell

Münster

Wohndiscounter

Carré

Hamm

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