Standort wird umgebaut – Wiedereröffnung im Herbst

Möbelhaus Finke in Fuldabrück schließt Ende März

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Das Möbelhaus Finke in Fuldabrück schließt voraussichtlich am 1. April für etwa sechs Monate. „Die Wiedereröffnung soll im Herbst sein“, sagt ein Vertreter der Höffner-Möbelgesellschaft.

Diese hatte Finke im Herbst übernommen. Die jetzige Inhaberfamilie Krieger will den Standort umbauen und modernisieren. Der Name Finke bleibt. „Krieger plant den Anbau einer Auslieferlogistik für die Belieferung direkt in die Region und den Komplettumbau des Verkaufshauses“, sagt der Sprecher. Einzelheiten nennt er nicht.

Dem Vernehmen nach wird ein Teil des Gebäudes abgerissen und der Komplex Richtung Marie-Curie-Straße verlängert. Außerdem soll das Gebäude höher werden.

Hieß es Ende des Jahres noch, die 160 Mitarbeiter würden in der Zeit des Umbaus an Bord bleiben und voll bezahlt werden, klingt das jetzt nicht mehr so klar. „Wir sind mit den Angestellten in Gesprächen“, sagt ein Krieger-Vertreter auf Anfrage.

Laut der Gewerkschaft Verdi sollen die Mitarbeiter in der Umbauphase zu Renovierungsarbeiten herangezogen werden. Wenn sie nicht für die komplette Zeit beschäftigt werden können, soll ihnen das Gehalt gekürzt werden. „Das Beispiel Finke zeigt deutlich, wie schnell ein Milliarden schwerer Unternehmer im Schnelldurchgang an die Gehälter von hart arbeitenden Menschen gehen kann“, sagt Gewerkschaftssekretär Manuel Sauer.

Um die Übernahme von Finke durch Höffner und die dadurch entstandenen Situation der Mitarbeiter gab es zuletzt viel Wirbel. Die Angestellten sollen wegen schlechter Konditionen verärgert über die neuen Arbeitsverträge sein. Einige Verkäufer, darunter auch besonders erfolgreiche, hätten gekündigt.

Bis der Umbau so richtig startet, lockt Finke mit Angeboten und wirbt mit Preisreduzierungen. Einige Verkaufsflächen sind bereits leer. Vor allem samstags bilden sich im Bereich des Möbelhauses lange Autoschlangen, der Parkplatz ist oft rappelvoll.

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