Platz für 150 Kinder

Neue Kita in Dörnhagen kostet sechs Millionen Euro

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Hier soll der neue Kindergarten in Fuldabrück-Dörnhagen entstehen, gegenüber des Rathauses im Glockenhofsweg. Zur Zeit sind die sechs Gruppen im alten Gebäude untergebracht.

Fuldabrück – Dort, wo jetzt noch Rasen auf einer Koppel wächst, könnten bald bis zu 150 Kinder ihren Tag verbringen – in der neuen Kita im Fuldabrücker Ortsteil Dörnhagen.

Zur Zeit sind zwei der bestehenden sechs Kita-Gruppen im Dachgeschoss des alten Gebäudes untergebracht. Das kann nur eine Lösung auf Zeit sein, denn „das ist nur vorübergehend genehmigt“, sagt Rathauschef Dieter Lengemann. Die 70er-Jahre-Bauten sind sanierungsbedürftig.

Nun steht das Raumkonzept für den Neubau fest. Die Gemeindevertreter haben es in ihrer Sitzung ohne Gegenstimmen beschlossen.

Gegenüber des Rathauses auf der Grünen Wiese soll das zweistöckige Gebäude entstehen. Hier werden sechs Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren Platz haben. Nach einer europaweiten Ausschreibung konnten zwei Architektenbüros aus Kassel gewonnen werden: „Architektur+Städtebau Bankert, Linker & Hupfeld“ und „foundation 5+ architekten BDA“. Deren Plan sieht so aus: Vier Gruppen werden im Erdgeschoss untergebracht, zwei weitere im ersten Stock.

Wenn der neue Kindergarten fertig ist, sollen zwei der bestehenden Räume im alten Kindergarten modernisiert werden. Dort können dann zwei Krippengruppen für Kinder ab einem Jahr einziehen. Zwei Räume sollen abgerissen werden.

So könnte der Neubau der Kita in Dörnhagen aus dem Norden betrachtet aussehen.

Da die Gruppen während des Baus in den jetzigen Räumen bleiben können, müssen auch keine Container aufgestellt werden.

Dass die Räume im neuen Gebäude nicht mehr als 49 Quadratmeter betragen, sei den Kostenvorgaben geschuldet, sagte Hans Stäbe, Fraktionsvorsitzender der SPD. Das Jugendamt habe sich mehr gewünscht, das Ergebnis sei ein Kompromiss.

Die CDU-Fraktion hatte sich zunächst mit den Kosten schwergetan. Aber: „Wir sind bei der Vorstellung des Konzepts überzeugt worden“, sagte Fraktionschef Hans-Jürgen Lange.

Die Gemeinde hatte vergangenes Jahr mit etwas über vier Millionen Euro gerechnet. „Das war eine erste Kostenschätzung“, sagt Lengemann, „jetzt haben wir Zahlen“. Und die liegen bei insgesamt sechs Millionen Euro. Die Gemeinde muss davon rund drei Millionen tragen, wenn man die Förderungen für Kinderbetreuung und der Hessenkasse abzieht.

Im Mai nächsten Jahres soll der Bau beginnen, Ende 2020 soll alles fertig und betriebsbereit sein.

Im Dachgeschoss des alten Gebäudes wäre nach dem Neubau wieder Platz für Vereine.

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