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Fuldabrücker bauen Mini-Camper für Festivals und Urlaube

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Von: Theresa Novak

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Nici und Thomas Schwarzenau in ihrem selbst entwickelten Mini-Camper in der Produktionshalle in Dörnhagen
Haben ein Jahr Zeit in die Entwicklung ihrer Idee gesteckt: Nici und Thomas Schwarzenau haben eigentlich andere Berufe, wollen sich aber jetzt ein weiteres Standbein mit ihren Campern aufbauen. © Theresa Novak

Thomas Schwarzenau und Ehefrau Nici aus Fuldabrück haben gemeinsam einen Camper entwickelt und gebaut, der so leicht ist, dass er auch ohne Hängerführerschein gezogen werden kann.

Fuldabrück – „Der Camper wiegt mit gefülltem Frischwassertank für Toilette und Küchenzeile 550 Kilogramm“, sagt Schwarzenau, der hauptberuflich eine Firma für Autoaufbereitungen in Dörnhagen betreibt. Einen Hängerführerschein braucht man heutzutage ab einem Gewicht von 750 Kilogramm.

In der Halle, in der seine Firma ansässig ist, entstehen auch die Camper. „Ich kann als gelernter Möbeltischler vieles selbst machen, aber auch nicht alles“, sagt der Fuldabrücker. „Zubehör aus Metall zum Beispiel lassen die Schwarzenaus von anderen Herstellern fertigen.

„Das muss alles professionell gemacht werden“, ergänzt Nici Schwarzenau. „Ich nähe natürlich auch die Polster für die Innenausstattung nicht selbst, sondern lasse das machen.“

Die Idee für das Projekt kam dem Ehepaar im vergangenen Jahr im Campingurlaub in Kroatien. „Wegen Corona konnten die meisten nicht in die Ferien fliegen, in Kroatien waren kaum Touristen. Da haben wir uns überlegt, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, das Campen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.“

Ein Mini-Camper steht draußen vor der Tankstelle in Dörnhagen
Der Camper wiegt nur 550 Kilogramm und kann somit von Personen mit Führerscheinklasse B gezogen werden. © privat

Und das funktioniere am besten mit einem möglichst kleinen, leichten Camper. „Abgesehen von einem speziellen Führerschein, der bei unseren Modellen nicht nötig ist, spielt hier auch Flexibilität eine große Rolle“, sagen die Fuldabrücker. „Unseren Camper kann man ganz leicht auch mal per Hand rangieren. Außerdem braucht man keinen großen Stellplatz.“

Gaskocher, Kompressorkühlbox, Toilette, Bett, Tisch – es ist alles da, was man braucht. „Die Kunden können Dinge dazu bestellen, wie einen Fernseher oder ein Vorzelt“, sagt Schwarzenau. Weil jeder Camper individuell gestaltet und ausgestattet wird, arbeitet die Familie nur auf Bestellung. „Wenn wir das Zubehör hierhaben, dauert die Produktion sechs Wochen. Alles wird natürlich vom Tüv abgenommen.“

Neben den Urlaubscampern sehen die Schwarzenaus ihre zukünftige Kundschaft auch in Anglern, Festivalbesuchern und Reitern. „Die Camper seien für alle interessant, die unkompliziert ihr eigenes kleines Reich irgendwohin mitnehmen wollen.

Die Entwicklung und Umsetzung der Idee hat etwa ein Jahr gedauert. Jetzt wollen die Schwarzenaus in die Vermarktung ihrer Camper gehen. Das Basismodell „7even50.Two“ kostet 8700 Euro, der voll ausgestattete Camper „7even50.One“ 12.600 Euro. In Zukunft sind auch Vermietungen geplant. (Theresa Novak)

Weitere Infos unter www.750-camper.de

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