Box misst Geräusche und Feinstaub

So laut ist es rund um die Bergshäuser Brücke

Hängt jetzt an einem Wohnhaus an der Uferstraße: Die Smartbox (oben rechts) zeichnet hier höhere Lautstärken auf, als an ihrem vorigen Standort. Joachim Gries wertet die Daten regelmäßig aus.
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Hängt jetzt an einem Wohnhaus an der Uferstraße: Die Smartbox (oben rechts) zeichnet hier höhere Lautstärken auf, als an ihrem vorigen Standort. Joachim Gries wertet die Daten regelmäßig aus.

Etwa drei Wochen hing eine sogenannte Smartbox jetzt in der Schillerstraße im Fuldabrücker Ortsteil Bergshausen – und zeichnete auf, wie laut es rund um die Bergshäuser Brücke wirklich ist.

Fuldabrück - „Die Box zeigte durchgängig zwischen 58 und 60 Dezibel an“, erklärt Joachim Gries von der Bürgerinitiative „Ruhe über Bergshausen“. Diese Werte werden laut Arbeitsschutz-Tabellen bei normalen Gesprächen oder zum Beispiel beim Bedienen eines Rasenmähers erreicht. Das klinge erstmal nicht besonders laut.

„Aber wenn man den Geräuschen tagtäglich und ohne Pause ausgesetzt ist, ist das sehr anstrengend“, berichtet Joachim Gries und spricht damit für die Anwohner rund um die Bergshäuser Brücke.

Noch höhere Werte messe die Smartbox zurzeit an der Uferstraße, wohin sie vor einigen Tagen versetzt wurde. „Wir sind an der Stelle im Bereich von 68 bis 70 Dezibel, das ist eine Erhöhung der Lautstärke um weitere 10 Dezibel.“

Am Wochenende sei es in der Nähe der Brücke dagegen nicht so laut, was man auch an den Auswertungen der Box ablesen könne. „Wenn es sehr wenig Lkw-Verkehr gibt, dann ist es merklich ruhiger“, sagt Gries.

Die Smartbox soll nun immer wieder an einer anderen Stelle im Ort installiert werden, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie stark welche Anwohner belastet sind. „Am ersten Standort der Box (Schillerstraße) hört man zum Beispiel vor allem die Fahrbahngeräusche“, erklärt Gries. An der Uferstraße seien eher die Brückengeräusche das Problem.

Wie berichtet, sind die Daten der Smartbox nicht offiziell verwertbar. „Aber damit haben wir erstmal eine Möglichkeit nachzuweisen, dass wir hier permanentem Lärm ausgesetzt sind“, sagt Gries.

Neben den Aufzeichnungen zur Lautstärke misst das Gerät auch die Feinstaubbelastung am jeweiligen Ort. „Uns ist beim Auswerten der Daten aufgefallen, dass diese ziemlich hoch ist.“ Die Diagramme zeigten zum Beispiel, dass die Feinstaubkonzentration mehrere Male innerhalb 24 Stunden den Grenzwert überschreite.

Die aktuelle Jahreszeit spiele dabei natürlich auch eine Rolle. „Deswegen wäre es interessant, wenn die Feinstaubbelastung auch im Sommern gemessen würde, wenn die Befeuerungsanlagen nicht in Betrieb sind.“ (Theresa Novak)

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