Inhaber der Pizzeria will das Geschäftsgebäude vermieten

Ehemaliger Blumenladen in Fuldabrück ist verkauft

+
Würde sich über einen Fleischer im Söhre-Einkaufszentrum in Dörnhagen freuen: Bartolo Djordjevic ist Inhaber der direkt nebenan liegenden Pizzeria Da Carlo und will das Gebäude des ehemaligen Blumenladens vermieten. 

Der Blumenladen Richter hat jahrelang zum Söhre-Einkaufszentrum in Fuldabrück-Dörnhagen gehört und stand mehrere Monate leer. Doch in das Geschäft wird wohl bald wieder Leben einziehen.

Bartolo Djordjevic, Inhaber der direkt neben dem ehemaligen Blumengeschäft gelegenen Pizzeria Da Carlo, hat den Laden gekauft. Aber nicht etwa, um seinen Betrieb zu vergrößern. „Auf den ersten Blick hätte sich das zwar angeboten. Aber ich möchte das Geschäftsgebäude vermieten und damit dafür sorgen, dass das Einkaufszentrum belebt bleibt“, sagt Djordjevic. „Leerstand ist immer schlecht, auch für die umliegenden Läden.“

Außerdem habe er es damit ein Stück weit mit in der Hand, wer sich mit seinem Geschäft in Dörnhagen niederlässt. „Ich finde zum Beispiel, dass uns hier im Ort ein Fleischer fehlt. Wenn sich so jemand finden würde, wäre das für alle hier gut.“

An einen gastronomischen Betrieb will er nicht vermieten. „Um meine eigenen Kunden und eine mögliche Konkurrenz zu unserem Restaurant geht es da gar nicht, meine Familie und ich leben sowieso zum allergrößten Teil von Stammkunden.“ Es gehe eher um das jetzt schon große gastronomische Angebot in Dörnhagen. „Wir sind hier im Ort sehr gut aufgestellt – wir haben unter anderem einen Italiener, ein deutsches Gasthaus, eine Brauerei und einen Imbiss.“

Der neue Mieter wird Mitspracherecht bei Fragen zur Gestaltung des etwa 60 Quadratmeter großen Geschäfts haben und bekommt „alles so, wie er es braucht“. Interessenten gebe es schon einige – auch teilweise „mit komischen Ideen“, wie Djordjevic sagt.

Warum es für ihn und seine Familie keine Option ist, das eigene Geschäft zu vergrößern, begründet Djordjevic unter anderem mit großen Schwierigkeiten, Personal in der Gastronomie zu finden. „In unserem Fall ist weniger einfach mehr. Es bringt mir nichts, wenn ich mehr Fläche habe und dann am Ende keine guten Leute finde, die unsere Gäste bedienen können. Das führt zu Unzufriedenheit bei uns als Betrieb und bei den Gästen.“ Das Arbeitsaufkommen werde durch eine Erweiterung der Pizzeria einfach zu groß, und die Gastronomie sei dafür zu personalabhängig. „Der Markt gibt die Arbeitskräfte momentan nicht her.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.