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Videogruppe aus Fuldabrück präsentiert am Sonntag eigenen Film

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Von: Hanna Maiterth

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Laden zur Premiere ihres Films in das DGH nach Dittershausen ein: die Mitglieder der Videogruppe Jugendpflege Fuldabrück.
Laden zur Premiere ihres Films in das DGH nach Dittershausen ein: die Mitglieder der Videogruppe Jugendpflege Fuldabrück. © Hanna MAiterth

„Kamera läuft. Los geht’s.“ Diese beiden Sätze sind beim Videodreh zu „Nicht mit uns“ hängen geblieben, erzählen die Jugendlichen, die aus der Gemeinde Fuldabrück kommen, lachend. Peter Mangold dreht zum 31. und letzten Mal mit Jugendliche der Gemeinde Fuldabrück einen Film.

Fuldabrück – Die Jugendlichen haben es sich auf den Sofas im Jugendclub in Dörnhagen gemütlich gemacht. Die Leinwand am Ende des Raumes ist heruntergefahren. Die Sofas schon alle in die Richtung gedreht. Denn bevor der Film am Sonntag, 13. November, Premiere feiert, schauen sie sich das Ergebnis an.

Die Videogruppe gehört zur Jugendpflege in Fuldabrück. Betreut wird sie von Peter Mangold. Der 65-Jährige ist hauptamtlicher Leiter der Jugendarbeit in der Gemeinde. In diesem Jahr war es das 31. Mal, dass Jugendliche aus den Ortsteilen mit seiner Hilfe einen Film drehten. Gleichzeitig war es für Mangold auch der letzte Dreh. „2023 gehe ich in den Ruhestand“, erklärt er.

„Ich bin richtig stolz auf die Gruppe“, sagt der 65-Jährige. Sie alle haben zum ersten Mal an dem Videoprojekt teilgenommen. Zu Beginn waren die meisten 16 Jahre alt. „So eine junge Gruppe ist ungewöhnlich“, weiß Mangold. Sonst seien zudem immer Jugendliche dabei, die zuvor schon bei drei, vier Projekten mitwirkten. Die positive Energie, die Lust der Jugendlichen auf das Projekt hätten ihm in diesem Jahr besonders gut gefallen. Auch die Jugendlichen sind stolz auf „Peter“. „Es war ein tolles Erlebnis.“

In der Vorpremiere werden sie alle zum ersten Mal das Ergebnis der vergangenen Monate sehen. Viel Zeit und Arbeit stecken in dem Film. Inhaltlich geht es um Drogendealer, die ihr Unwesen im Ort treiben und den Stoff an Minderjährige verkaufen. Eine Clique von Jugendlichen aus dem Ort stellt sich dagegen und will die Dealer auffliegen lassen. Ein Plan ist gefasst. Der geht jedoch schief. Mehr wird zur Geschichte aber nicht verraten.

Im Januar hat die Videogruppe ihre Arbeit aufgenommen, erinnern sich die Jugendlichen. Ideen wurden gesammelt, die Geschichte ist entstanden. Es folgte das Casting für die 14 Rollen und ab Mai begannen die Dreharbeiten. In 13 Drehtagen konnten sie die 104 Szenen aufnehmen. Der Wind war ein Problem, erzählen sie. Aber es sei eben auch ein No-Budget-Film, ein Spaß-Film. Über die Monate seien die Teammitglieder, die meisten sowieso schon Freunde, noch näher zusammengerückt. Die Dreharbeiten seien zum größten Teil von Corona verschont geblieben. Nur zum Ende hin, das war im Juli, hätte es dann doch den ein oder anderen erwischt. Die große Welle sei dann erst gekommen, als alles im Kasten war.

Im Schnitt, nach den Ferien, folgte der Feinschliff. Mangold habe den Jugendlichen stets als Ratgeber zur Seite gestanden, aber umgesetzt hätten sie es allein. Bis hin zur Auswahl der Musik. Den Jugendlichen ein positives Erlebnis zu bieten, die Möglichkeit selbst zu gestalten, Ideen einzubringen, neues auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, das sei schließlich auch Aufgabe der Jugendarbeit, findet der 65-Jährige. Die Jugendlichen würden so ein Projekt gerne noch mal machen, sagen sie. „Am liebsten mit der Gruppe und mit Peter.“

Hinweis: Die Videogruppe der Jugendpflege Fuldabrück lädt für Sonntag, 13. November, zur Videopremiere in das Dorfgemeinschaftshaus, Schulstraße 5 in Dittershausen, ein. Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Offene Kanal Kassel zeigt den Film am 25. November ab 19 Uhr.

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