„Gastronomie ist, was ich kann“

Viktor Papadopoulos ist der neue Pächter des Bürgerhauses in Bergshausen

Wagen trotz unsicheren Zeiten eine berufliche Veränderung: Viktor Papadopoulos und Anastassia Kaisidi sind die neuen Pächter des Bürgerhauses in Bergshausen.
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Wagen trotz unsicheren Zeiten eine berufliche Veränderung: Viktor Papadopoulos und Anastassia Kaisidi sind die neuen Pächter des Bürgerhauses in Bergshausen.

Aufgeregt ist Viktor Papadopoulos – und würde am liebsten sofort loslegen. Doch dem neuen Pächter des Bürgerhauses in Bergshausen sind wegen der Corona-Pandemie derzeit die Hände gebunden.

Fuldabrück – Der 35-Jährige aus Körle wird beginnen, sobald es die Umstände zulassen, sagt er. „Wir wollen nicht unbedingt mit Auslieferung und Abholung hier in Fuldabrück beginnen, sondern die Menschen gerne bei uns im Restaurant begrüßen und kennenlernen.“

Dass Papadopoulos trotz der unsicheren Lage für Gastronomen das Bürgerhaus als Pächter übernimmt, liegt unter anderem daran, dass er darin „ein echtes Schmuckstück“ sieht. Außerdem macht die Gemeinde es ihm leicht. Zum einen müssen die Betreiber der Bürgerhäuser in Fuldabrück derzeit keine Pacht zahlen, zum anderen muss der 35-Jährige erst mit der Arbeit beginnen, sobald es die Regeln rund um Corona zulassen.

„Wir sind froh, dass wir in der aktuellen Zeit einen Nachfolger gefunden haben“, sagt Bürgermeister Dieter Lengemann. Zwischenzeitlich hätten sich vier Gastronomen bei der Gemeinde beworben, zwei hätten dann wieder abgesagt. „Am Ende hatten wir dann also noch zwei Interessenten übrig, aus denen wir Herrn Papadopoulos ausgewählt haben.“

Was für eine Küche der gelernte Restaurantfachmann anbieten will, ist nicht leicht auf den Punkt zu bringen. „Es soll in die deutsche, mediterrane und griechische Richtung gehen“, sagt er. „Wichtiger als eine feste Ausrichtung ist uns aber die Qualität der Speisen.“ Die soll gehoben sein. „Auch ein richtiges Wiener Schnitzel vom Kalb wollen wir beispielsweise anbieten.“ Regionale Produkte zu verwenden, sei ihm wichtig. Außerdem soll die Karte eher klein sein. „Wir fokussieren uns lieber auf ausgewählte und gute Gerichte, als alles anzubieten.“

Mit von der Partie wird seine Frau und Konditorin Anastassia Kaisidi sein, außerdem noch weitere Familienmitglieder. „Ob wir dann noch Leute einstellen, wird sich zeigen. Wir werden sehen, wie viel Arbeit wir haben.“ Auf die Hilfe seines Vaters muss Papadopoulos jedoch größtenteils verzichten. Denn der ist Chef des Restaurants Athena in Körle.

Derzeit betreibt Papadopoulos ein Hallenbadbistro in Hessisch Lichtenau und liefert von dort aus auch Speisen aus. „Ich habe nie etwas anderes gemacht, als Gastronomie. Das ist es, was ich kann“, sagt er. Was er nicht kann, ist Pizza machen, wie er lachend erzählt. „Das überlasse ich den Kollegen in Fuldabrück. Die können das viel besser.“

Wann es im Bürgerhaus gastronomisch losgeht, kann Papadopoulos heute nicht sagen. Auf jeden Fall freut er sich schon sehr auf seine neue Aufgabe. „Ich bin froh, das Bürgerhaus als Pächter zu übernehmen. Mein Vorgänger Thomas Leppin hat mir einen tollen Betrieb hinterlassen.“ (Theresa Novak)

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