„Wir vermissen Lösungsmöglichkeiten“

Bergshäuser Brücke: BI kritisiert Autobahn GmbH wegen Gefahr durch Eisplatten

Die Bergshäuser Brücke im Winter
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Von der Bergshäuser Bücke stürzen im Winter immer wieder Eisplatten hinab.

Die Bürgerinitiative „Ruhe über Bergshausen“ kritisiert die Argumente der Autobahn GmbH bezüglich herabstürzender Eisplatten von der Bergshäuser Brücke.

Fuldabrück –„Wir sind der Meinung, dass Windlasten bei Fangnetzen, die in den Bereichen angebracht werden wo Eisplatten auf Fahrbahnen und Fußwege fallen können, keine statische Relevanz darstellen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. „Bei den letzten Sanierungsmaßnahmen an der Bergshäuser Brücke wurden mehrere hundert Tonnen Stahl verbaut, die unter dem Brückenbauwerk hängen und dem Wind ausgesetzt sind. Ein zwei bis drei Meter hohes Fangnetz über den betroffenen Bereichen wäre statisch das kleinere Übel.“

Außerdem findet die BI, „dass eine Videoüberwachung zur Winterzeit, in den Morgenstunden, möglich sein müsste, weil hier speziell in diesem Zeitfenster von einer erhöhten Gefahr auszugehen ist.“ Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, im Nachhinein Fahrer zu ermitteln, durch die eine Sachbeschädigung oder Verletzung verursacht wurde.

Die Anwohner unter der Bergshäuser Brücke kämpfen in den Wintermonaten immer wieder mit dem Problem, dass Eisplatten von Lkw-Dächern herabstürzen und in Gärten und auf Fußwegen landen.

Bernhard Klöpfel, Direktor der Außenstelle Kassel der Autobahn GmbH des Bundes, sagte zu den Vorschlägen der Bürgerinitiative, dass eine zusätzliche Sicherung durch Netze oder Rückhaltesysteme wegen zusätzlicher Schnee- und Windlasten statisch nicht möglich sei. Des Weiteren komme eine Videoüberwachung, wie von der BI gefordert, aus Datenschutzgründen nicht infrage. Klöpfel räumte ein, dass es bei ungünstigen Windverhältnissen nicht auszuschließen sei, dass Eisplatten von der Brücke fallen.

„Diese Aussage bedeutet, dass Sachbeschädigungen und Verletzungen von Fußgängern und Autofahrern in Kauf genommen werden“, sagt die Bürgerinitiative. Es stelle sich die Frage, wer für mögliche Schäden aufkomme? „Welche Versicherung zahlt, wenn eine Eisplatte eine Person so verletzt hat, das diese zum Invaliden wird? Vonseiten der Autobahn GmbH vermissen wir Lösungsmöglichkeiten. Dass hier wegen des Datenschutzes und der Statik nichts möglich sei, ist uns zu wenig. Verantwortlichkeit ist angesagt.“ Man solle nicht erst warten, bis etwas passiert. „Daher bleiben wir bei unserer Forderungen nach einer Videoüberwachung und Sicherungsnetzen.“ (Theresa Novak)

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