Unternehmen äußern sich nicht zu Gerüchten über Schließung

XXXLutz steigt bei Roller ein: Wie geht es in Fuldabrück weiter?

Könnte bald neue Anteilseigner bekommen: Der Roller-Markt in Fuldabrück.
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Könnte bald neue Anteilseigner bekommen: Der Roller-Markt in Fuldabrück.

Der Möbelgigant XXXLutz hat 50 Prozent der Anteile von Möbel Roller und den Möbelhäusern Tejo/Schulenberg übernommen. Was heißt das für den Standort Fuldabrück?

  • Der Möbel-Gigant XXXLutz möchte 50 Prozent der Möbelkette Roller kaufen.
  • Was bedeutet das für den Roller-Standort in Fuldabrück?
  • Die Möbeldiscounter Poco gehört bereits zu XXXLutz.

Fuldabrück - Noch steht die Zustimmung des Bundeskartellamts aus. Stimmt es zu, baut XXXLutz seine Marktmacht weiter aus. Aber was heißt das für den Roller-Markt in Fuldabrück? Dazu wollen sowohl die Tessner-Gruppe – bisher alleiniger Eigner – noch XXXLutz viel sagen.

Auf aktuelle Nachfrage verweisen die beiden Unternehmen auf ihre alten Presseerklärungen aus dem Oktober. Zu Gerüchten, etwa über eine Schließung des Standortes, äußere man sich grundsätzlich nicht, heißt es von Tessner. 

XXXLutz, Roller und Tejo/Schulenberg: Möbelketten wollen "strategische Partnerschaft"

In den Pressemitteilungen heißt es lediglich, dass die XXXLutz-Gruppe 50 Prozent der Anteile an den beiden Möbelketten Roller und Tejo/Schulenburg erworben hat und eine „strategische Partnerschaft“ eingeht. Beide sollen weiter unabhängig voneinander und mit eigenem Management im Markt agieren. 

Hintergrund für die Zusammenarbeit seien die Veränderungen im Einzelhandel, verkündeten die Möbelriesen. In anderen Branchen habe es bereits – auch durch Digitalisierung und Online-Handel – eine Konzentration und dadurch deutlich weniger Marktakteure gegeben. Auch in der Möbelbranche sei das der Fall, erklärten die beiden Firmen.

Auch die Möbelkette Poco gehört bereits zu XXXLutz

Bereits seit einer Weile treibt XXXLutz-Eigner Andreas Seifert diesen Prozess aktiv voran. Ebenfalls im Oktober verkündete die Gruppe, das Schweizer Möbeltraditionsunternehmen Pfister übernommen zu haben. Im vergangenen Winter wurde Poco geschluckt. Eine Filiale des Möbeldiscounters gibt es auch in Lohfelden, unweit des Rollers in Fuldabrück.

Momentan ist die XXXLutz-Gruppe laut eigener Aussage die Nummer drei in Europa

Man betreibe aktuell über 280 Einrichtungshäuser in zwölf europäischen Ländern. Mehr als 22.000 Mitarbeiter sorgen für einen Umsatz von über 4,4 Milliarden Euro. Hinzu kommen 1,6 Milliarden Umsatz von Poco, dass über den Giga-Einkaufsverband in das Unternehmen eingebunden wurde. In Deutschland liegt die Gruppe laut Branchenmagazinen bereits auf Platz Nummer 2, nur Ikea ist erfolgreicher.

Kartellamt muss dem Kauf noch zustimmen

Diese Marktkonzentration ruft auch das Bundeskartellamt auf den Plan. Das muss dem Einstieg der XXXLutz Gruppe bei Tessner noch zustimmen. Würde das passieren, wächst das XXXLutz Portfolio weiter. Hinzu kämen 130 Roller-Märkte, acht Schulenburg-Einrichtungszentren und 20 Möbeldiscounter SB Lagerkauf.

XXXLutz hatte ebenfalls Interesse an der Finke-Gruppe - doch dabei wurde der Möbelhaus-Gigant von Möbel Höffner ausgestochen.

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