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350 Gäste bei Serenade der Musikschule Chroma auf Gut Winterbüren

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Von: Bettina Wienecke

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Bilden den Chor „Total Vokal“: Anne-Kathrin Janke (Altstimme, von links), Sybille Pape (Mezzo), Stephanie Homburg (Sopran), und Rosi Vey (Sopran).
Bilden den Chor „Total Vokal“: Anne-Kathrin Janke (Altstimme, von links), Sybille Pape (Mezzo), Stephanie Homburg (Sopran), und Rosi Vey (Sopran). © Bettina Wienecke

Mit Ausblick zum Herkules und unter freiem Himmel genossen nach drei Jahren Corona-Pause etliche Besucher wieder das Sommerkonzert im Park auf Gut Winterbüren.

Fuldatal – Eine entzückende Tanzeinlage sorgte im Park von Gut Winterbüren in Rothwesten am Samstag für schmunzelnde Gesichter – dazu später mehr. Zunächst begrüßte die Hausherrin Dieta von Waitz die 350 Besucher beim Chroma-Sommerkonzert „Serenade“, zu dem ihre Familie nach drei Jahren Corona-Pause wieder mit der Musikschule Chroma einlud. Unter der Leitung von Gerhard Förster (pädagogischer Leiter der Schule) trat das Chroma Kammerorchester auf. Neben dem Streichorchester wirkte der Chor „Total Vokal“ mit, der bereits seit der Musikalischen Früherziehung eng mit der Musikschule verbunden ist.

„Serenade“ ist die Bezeichnung für eine musikalische Veranstaltung an einer historischen Stätte im Freien und wurde daher zum Titel der Reihe. In diesem Jahr begann das Konzert stilecht mit der Serenade in g-Moll op. 35 von Oscar Straus (1870-1954) gefolgt von der heiteren Mannheimer Sinfonie in G-Dur von Johann Stamitz (1717-1757).

Das Publikum war begeistert: Auf Gut Winterbüren in Rothwesten musizierte das Chroma-Kammerorchester unter der Leitung von Gerhard Förster.
Das Publikum war begeistert: Auf Gut Winterbüren in Rothwesten musizierte das Chroma-Kammerorchester unter der Leitung von Gerhard Förster. © Bettina Wienecke

Im Anschluss spielte das Chroma-Kammerorchester die „Lady Radnor’s Suite“ von Sir Charles Hubert Parry (1848-1918). Helen Gräfin von Radnor war mit Parrys Frau befreundet. Sie war eine begabte Musikerin und Dirigentin und bat ihn, etwas für das von ihr gegründete Frauenorchester zu komponieren. 1894 wurde die Suite zum ersten Mal gespielt. Das 72-köpfige Streichorchester dirigierte Lady Radnor selbst. „Sie gilt als Mutter der Dirigentinnen“, erläuterte Dieta von Waitz.

In der Pause nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich bei einem Getränk unter dem riesigen, blühenden Tulpenbaum auszutauschen. Viele genossen auch den Ausblick bis zum Herkules oder hielten an dem kleinen See Ausschau nach Libellen und Seerosen.

Weiter ging es mit Rosi Vey (Sopran), Sybille Pape (Mezzo-Sopran) und den Schwestern Stephanie Homburg (Sopran) und Anne-Kathrin Janke (Altstimme). Sie bilden seit 20 Jahren den Chor „Total Vokal“. Vierstimmig und ohne Begleitung präsentierten sie neun Werke, die einen Bezug zur Natur, zur Liebe und zu Skandinavien haben. Ganz entzückend war, dass die kleine Tochter einer Sängerin spontan nach vorne kam, um an der Seite des Chores zu tanzen. Sie dirigierte sie auch ein wenig und wandte sich dabei dem Publikum zu.

Gleich zweimal wurde der Kuckuck von den vier Frauen besungen, mit einer jazzigen Version von „Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ und dem Lied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“, bei dem es dem Jägersmann nicht gelingt, den Vogel auszurotten. Für die Version von „Over the Rainbow“ aus dem Film „Der Zauberer von Oz“ gab es Bravo-Rufe, für das zweistündige Konzert großen Applaus.

Seit über 20 Jahren genießt die Schule für Musik und Tanz Chroma, deren Träger der Verein Musikschule Vellmar ist, die Gastfreundschaft der Familie von Waitz. Seit 1783 ist das Gut Winterbüren im Besitz der Freiherren Waitz von Eschen. Die Stadt Vellmar und die Gemeinden Fuldatal und Ahnatal gehören zu den Partnern der Schule. Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber dankte daher allen Beteiligten und überreichte Dieta von Waitz einen bunten Sommerstrauß. chroma-online.de

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