Jetzt ist die Kasseler Straße dran

Ab Mai sollen Bauarbeiten in Fuldatal beginnen – Geld vom Land

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Fuldatal – Jetzt, wo die Großbaustelle an der Veckerhagener Straße in Ihringshausen in die Schlussphase geht, wartet schon das nächste Großprojekt in Fuldatal. Denn in diesem Jahr wird mit der Sanierung der Kasseler Straße in Simmershausen begonnen.

Wenn alles nach Plan läuft, soll Ende Mai mit den Bauarbeiten begonnen werden. Ende 2020 soll die Straße dann fertig sein. Doch bis dahin, das weiß auch Bürgermeister Karsten Schreiber, fließt noch viel Wasser die Espe hinunter und es kann noch einiges dazwischenkommen.

Wasserleitungen

Geplant ist, die Wasserleitungen im gesamten Straßenbereich zu erneuern, da ihr Zustand nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. „In den letzten Jahren sind vermehrt Rohrbrüche aufgetreten“, erklärt Karsten Schreiber. 2017 habe es bereits zwei größere Rohrleckagen gegeben. Zudem seien etliche Hausanschlüsse noch aus Blei und müssten dringend ausgetauscht werden. Insgesamt werden 1450 Meter Wasserleitung sowie etwa 100 Hausanschlüsse neu verlegt. Die Investitionskosten werden vom Kasseler Ingenieurbüro Hesse und Partner auf 940 000 Euro geschätzt.

Abwasserrohre

Auch die Abwasserrohre in der Kasseler Straße müssen teilweise erneuert werden. Andere werden saniert, ein weiterer Teil bleibt nach Angaben der Gemeinde erhalten. Insgesamt werden circa 550 Meter Kanal inklusive Hausanschlüsse erneuert. Kostenschätzung: 700 000 Euro.

Stützmauern

 Die Stützmauern im Uferbereich der Espe müssen auch teilweise saniert werden. „Wir bauen 130 Meter Stützmauer“, sagt Karsten Schreiber. Die Mauer sei fast 50 Jahre alt uns teilweise marode. Die Investitionskosten für die Sanierung und den teilweisen Neubau der Stützmauern beträgt laut Kostenschätzung des Ingenieurbüros 380 000 Euro.

Die Kasseler Straße in Simmershausen ist derzeit in sehr schlechtem Zustand. 

Straße

Wenn Kanäle, Rohre und Stützmauern saniert und gebaut sind, kommt als letztes die Straße dran. Deren Zustand sei so schlecht, sagt Schreiber, dass sie auf dem knapp 1500 Meter langen Ausbauabschnitt komplett erneuert werden müsse. Das habe eine Untersuchung durch Hessen Mobil ergeben. Da die Kasseler Straße eine Kreisstraße ist, werden die Sanierungskosten vom Landkreis getragen.

Gehwege

Die Gemeinde trägt die Kosten für Gehwege, Parkplätze, Bushaltestellen und die Straßenbeleuchtung. „Wir müssen unsere Kosten zu 50 Prozent auf die Anlieger umlegen“, sagt Schreiber.

Die Bushaltestellen sollen 22 Zentimeter hohe Spezialbordsteine erhalten, die einen nahezu stufenlosen Einstieg in die Niederflurfahrzeuge ermöglichen sollen. Busbuchten werden zurückgebaut, damit die Haltestellen möglichst parallel angefahren werden können. Taktile Leitelemente im Bodenbelag sowie Wartehallen ergänzen die Ausstattung, heißt es in einer Pressemitteilung des Landes Hessen. Als Querungshilfen würden zwei Mittelinseln für Fußgänger angelegt.

Förderungen

Für die Sanierung haben der Landkreis Kassel und die Gemeinde Fuldatal nun je eine Förderung vom Land Hessen bekommen. 1,1 Millionen Euro gehen an den Kreis, 900 000 Euro an die Gemeinde. Zudem wird ein Rad- und Fußweg entlang der Espe gebaut, der den Grünen Weg und den Junghecksweg verbinden soll. Der Weg soll beleuchtet werden und wird vom Land Hessen gefördert. 120 000 Euro kommen aus dem Topf der Nahmobilitätsförderung, noch einmal 907 400 Euro aus der Förderung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes. Die Planungen werden nun dem Bau- und Planungsausschuss am 23. Januar vorgelegt. Der Veröffentlichungstermin für die Pläne ist dann für den 15. Februar geplant.

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