Die Dorfgemeinschaft trainieren

An der Boule-Anlage in Ihringshausen gibt es nun auch Sportgeräte

Gemeinschaftsprojekt: Bernd Quast, Initiator und Sportcoach der Gemeinde (von links), Martin Gronemann, Büroleiter Gemeinde Fuldatal, Tore Florin von Florin Gartenbau und Wilhelm Kniffert, Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins Fuldatal stellen den neuen Bewegungspfad in Ihringshausen am Friedhof vor.
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Gemeinschaftsprojekt: Bernd Quast, Initiator und Sportcoach der Gemeinde (von links), Martin Gronemann, Büroleiter Gemeinde Fuldatal, Tore Florin von Florin Gartenbau und Wilhelm Kniffert, Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins Fuldatal stellen den neuen Bewegungspfad in Ihringshausen am Friedhof vor.

Nicht nur Kraft und Beweglichkeit sind essenziell für die Lebensqualität, sondern auch Kommunikation und Gemeinschaft. „Gerade für ältere Menschen“, betont Bernd Quast, Sportcoach der Gemeinde Fuldatal. Aus diesem Grund hatte der Leiter der Turnabteilung des TSV Ihringshausen die Idee, einen Bewegungspfad zu schaffen, und zwar direkt neben dem Boule-Platz an der Friedhofstraße in Ihringshausen.

Fuldatal – Seit vergangener Woche stehen nun die fünf Sportgeräte direkt hinter der Boule-Anlage unter großen Bäumen, die im Sommer Schatten spenden, während man an den Geräten seine Kraft und Beweglichkeit trainieren kann. „Dies hier soll ein Platz der Begegnung sein, für Jung und Alt“, sagt Quast. Junge und Alte sollen sich hier treffen, Sport machen und sich austauschen. „Es geht darum, dass man alle in der Dorfgemeinschaft mitnimmt.“

Insgesamt 35 000 Euro haben die Geräte und der Aufbau gekostet – alles wurde ausschließlich aus Spenden finanziert, unter anderem haben die Kasseler Sparkasse, die Volksbank Kassel-Göttingen, die Gerhard-Fieseler-Stiftung und der Initiator Bernd Quast das Projekt finanziell gefördert. Der Nachbarschaftsverein Fuldatal und dessen Vorsitzender Wilhelm Kniffert haben die Spendensuche unterstützt. Auch die Gemeinde war sofort begeistert von der Idee und hat das Gelände zur Verfügung gestellt. „Es braucht jemanden, der so eine Idee hat und die dann auch umsetzt“, sagt Bürgermeister Karsten Schreiber. Auch für die anderen Ortsteile würde er sich ein ähnliches Angebot wünschen, „damit es dann einen sportlichen Wettkampf geben kann“, wie Schreiber mit einem Augenzwinkern sagt. Besorgt und aufgebaut wurden die Geräte von Tore Florin von Florin Gartenbau. „Wir haben versucht, die Brücke zu sein“, sagt Florin. Es sei ein gemeinschaftliches Projekt, betonen alle Beteiligten.

Die Geräte sind jederzeit nutzbar, doch Bernd Quast plant, zusätzlich einen „Treffpunkt Bewegung“ zu etablieren. Immer donnerstags von 15 bis 15.30 Uhr wird er eine Einführung in die Handhabung der Geräte und Gymnastikübungen für Senioren anbieten.

Wichtig ist ihm, dass auch gehbehinderte Menschen den Pfad benutzen können. Zwei der Geräte, das Armfahrrad und der Schultertrainer, sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

„Hier ist ein Herzstück für den Ort entstanden“, sagt Quast, der die Geräte ausgesucht hat. „Hier ist für jeden etwas dabei.“ (Amira Sayed El Ahl)

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