Deutsche Glasfaser beginnt mit Arbeiten am 15. Oktober

Baustart für schnelles Internet in Fuldatal

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Fuldatal von oben: Im Vordergrund Ihringshausen, links dahinter liegen Simmershausen und Rothwesten, die jetzt Glasfaser-Anschlüsse bekommen.

Fuldatal. Der Glasfaserausbau in Simmershausen und Rothwesten steht kurz vor dem Abschluss.

Die Planungen sind beendet, jetzt wird für 1869 Wohneinheiten Glasfaser verlegt. Im ersten Quartal 2019 sollen die Fuldataler schon mit dem schnellen Netz surfen können, sagt Markus Lungwitz von der Deutsche Glasfaser bei der Vorstellung des Projekts.

Die Hausbegehungen

Los geht’s in den kommenden Wochen mit Hausbegehungen. Menschen in Simmershausen und Rothwesten, die sich für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, bekommen dann Besuch von Mitarbeitern der Deutschen Glasfaser. Diese besprechen mit dem Kunden, wo die Leitung auf dem Grundstück gelegt und der Netzanschluss am Haus installiert werden soll. „Jeder unserer Techniker kann sich per ID-Nummer ausweisen“, erklärt Lungwitz. Das solle vor Betrügern schützen. Die ID-Nummer können Kunden über die Service-Hotline 02 861/ 890  600 auf Echtheit prüfen. Wenn die Hausbegeher niemanden antreffen, wird eine Karte zur Kontaktaufnahme im Briefkasten hinterlassen.

Die Verteiler-Technik

Die Quelle des Glasfasernetzes ist der Hauptverteiler, auch PoP (Point of Presence) genannt. In Simmershausen wird das 3x2,20 Meter große Verteilergebäude an der Kasseler Straße in Nähe der Bushaltestelle aufgestellt. In Rothwesten an der Eichenberger Straße, nahe der ehemaligen Bank auf einer Grünfläche. Die Erstanbindung erfolgt über einen weiteren „Kreis-PoP“, der bei Immenhausen-Holzhausen stehen soll. Ein Hauptverteiler kann bis zu 1496 Haushalte mit Glasfaser-Netz versorgen. Von diesem aus wird eine Leitung mit 96 Glasfasern zu Unterverteilern, sogenannten DPs (Distribution Points) verlegt. In Simmershausen werden 27 solcher kleineren Verteiler an Gehwegen aufgestellt, in Rothwesten sind es 20. Die DPs können jeweils bis zu 48 Wohneinheiten mit schnellem Netz versorgen.

Der Tiefbau

Der Start für die Tiefbauarbeiten ist für Montag, 15. Oktober, vorgesehen. „Die Bewohner werden rechtzeitig per Einwurfkarten im Briefkasten informiert, bevor es in ihrer Straße losgeht“, sagt Nima Bagherpour, Projkektleiter der Firma Terrado, die die Arbeiten im Auftrag der Deutschen Glasfaser durchführt.

Ein 20 Zentimeter schmaler und 40 Zentimeter tiefer Graben wird per Fräsverfahren in die Gehwege gegraben und in diesen die Kabel gelegt. Sind die Leerrohre verlegt, werden die Glasfasern eingeblasen. Bei den Arbeiten werde darauf geachtet, dass auf einer Seite der Gehweg nutzbar ist, wenn nötig würden Grabenbrücken angebracht. „Außerdem gewährleisten wir die Erreichbarkeit für Schulen und Geschäfte während der Arbeiten“, erklärt der Projektleiter.

Vorgärten müssten bei den Arbeiten keine aufgerissen werden, um das Kabel bis hin zum Haus legen zu können. Vom Bürgersteig aus wird das Kabel unterirdisch in das Haus „geschossen“. Die notwendige Bohrung erfolgt durch die Hauswand vom Keller oder Erdgeschoss aus. Die Hauseinführung wird wasserdicht versiegelt. „Die Tiefbauarbeiten wollen wir noch dieses Jahr beenden“, sagt Bagherpour.

Die Arbeiten im Haus

Wenn das Kabel im Haus hängt, wird das Glasfaserkabel an einen weißen Kasten im Keller oder dem Erdgeschoss dem Hausübergabepunkt angeschlossen. Von dort aus geht’s weiter zum Netzanschluss. Dieser wird maximal 20 Meter vom Übergabepunkt installiert.

Zuletzt wird der Router aufgestellt, über den dann Fernseher, Computer, Tablets und Smartphones mit dem Netz verbunden werden können. „Damit wollen wir im ersten Quartal 2019 fertig sein“, so Lungwitz.

Der Service

Parallel zu den Arbeiten soll ein Servicebüro errichtet werden, an das sich Bürger mit Fragen und Anregungen wenden können. Der Platz dafür stehe noch nicht fest.

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