Rund 1500 Euro Schaden

Zerstörungswut auf Friedhofstoilette - Unbekannte brechen WC-Häuschen in Ihringshausen auf

Verwüsteter Materialraum: Sogar das Waschbecken wurde aus der Verankerung gerissen.
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Verwüsteter Materialraum: Sogar das Waschbecken wurde aus der Verankerung gerissen.

Zwei Monate lang war das Toilettenhäuschen auf dem Friedhof in Fuldatal-Ihringshausen geschlossen. Der Grund war mal wieder Vandalismus.

Fuldatal – Mitte Juni waren die Türen der Anlage von Unbekannten zerstört worden, erzählt Heike Möller, Fachbereichsleiterin Sicherheit und Ordnung bei der Gemeinde. Durch die Schwierigkeiten bei der Lieferung von Material dauerte es, bis die neuen Türen kamen.

Letzte Woche konnten sie dann eingesetzt werden. Aber die Freude darüber wehrte bei den Mitarbeitern der Verwaltung nicht lange. Noch in derselben Nacht, vom 10. auf den 11. August, wurden die Türen wieder kaputt getreten.

Blinde Zerstörungswut am Friedhof

Es war bereits der dritte Fall von Vandalismus an der Toilettenanlage in diesem Jahr. „Aber in der Heftigkeit haben wir das noch nicht erlebt, da ist blinde Zerstörungswut zu erkennen“, sagt Möller. Nicht nur die Toilettentüren wurden eingetreten, auch ein Fenster wurde aus den Angeln gerissen, Toilettensitze abgerissen sowie der Raum für Putzmaterialien und Werkzeugen des Friedhofteams verwüstet. 1500 Euro Sachschaden sind dadurch entstanden – Kosten, die über Steuergelder die Allgemeinheit tragen muss.

Die Gemeinde hat, wie auch bei den Vandalismus-Fällen in der Vergangenheit, Anzeige erstattet. Bisher konnten aber keine Täter ermittelt werden. Außerdem ist die Verwaltung laut Möller an die Beamten des Polizeireviers Nord mit der Bitte herangetreten, öfter Streife am Friedhof zu fahren.

Toilettenhäuschen in Ihringshausen aufgebrochen

Die Täter stiegen durch das Fenster ein: Wieder wurde die Toilettenanlage auf dem Friedhof in Ihringshausen verwüstet.

Immer wieder hat die Gemeinde mit Vandalismus zu kämpfen – nicht nur am Friedhof in Ihringshausen. Schmierereien und eingetretene Scheiben an Bushaltestellen, Graffiti an Wänden, umgestoßene Müllcontainer – gerade Ihringshausen und das Schocketal seien davon betroffen, sagt Möller. Das Problem sei seit Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns schlimmer geworden. Die Gemeinde versucht, auf verschiedenen Wegen, das Problem in den Griff zu bekommen, mit den Mitarbeiterinnen der Jugendarbeit auf Jugendliche zuzugehen, „um zu sehen, wo der Schuh drückt und wo wir Lösungen erarbeiten können“, wie Möller sagt.

Im Fall des Vandalismus an der Toilettenanlage hofft sie nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die können telefonisch unter 0561/98181303 oder -1304 oder per E-Mail an bestattungen@fuldatal.de an die Verwaltung gemeldet werden. (Amira El Ahl)

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