Künftig auch GPS-Navigation möglich

Flugplatz der Bundespolizei in Fuldatal: Ein Blick auf die Baustelle

Blickrichtung Norden: Auf dem Flugplatz wird der 50 mal 50 Meter große, viereckige Hubschrauberlandeplatz erneuert. Für den Übergang wurde ein Interimslandeplatz angelegt. Unser Bild zeigt den Leiter der Fliegerstaffel Thomas Nagler und Polizeihauptmeister Frank Waldheer. Rechts im Bild ist ein H135 im Landeanflug auf die neue Tankstation zu sehen. Foto: Alia Shuhaiber

Modern, sicher, neue Tankstation: Noch bis 2020 wird der Landeplatz der Bundespolizei in Fuldatal erneuert. So sieht es aktuell aus. 

Die Fliegerstaffel der Bundespolizei erneuert seit gut zwei Jahren ihren Hubschrauberlandeplatz in Fuldatal-Ihringshausen. Die Anlage wurde 1963 angelegt und zuletzt Ende der 1980er-Jahre instandgesetzt. „Die Technik und Markierungen sind überholt und es gibt neue Sicherheitsvorschriften“, sagt Thomas Nagler, Leiter der Fliegerstaffel. Doch das riesige Bauvorhaben auf dem Gelände der Bundespolizei gestaltet sich schwierig.

Denn in der Nähe des heutigen Flugplatzes befanden sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs mehr als ein Dutzend Munitionslager, die beim ersten großen Luftangriff auf Kassel am 3. Oktober 1943 mit Bomben übersät wurden. Die Kriegsmunition wurde später in einem großen Explosionskrater, nördlich des Flugplatzes, gesprengt. Durch die Detonation war ein Großteil der Munition nicht zerstört, dafür aber mehrere hundert Meter weit geschleudert worden. Die Bauarbeiten auf dem Bundespolizeigelände werden deshalb eng vom Kampfmittelräumdienst begleitet.

„Hier muss eigentlich alles Meter für Meter sondiert werden“, sagt Frank Waldherr, der das Bauvorhaben gemeinsam mit Hans Bäuml betreut. Bäuml ist bei der Bundespolizei für alle Landeplätze zuständig. Insgesamt werden rund zwei Millionen Euro investiert, denn die Anforderungen an Landeplätze haben sich laut Bäuml und Waldheer in den vergangenen Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht verändert.

Um künftig auch instrumentenflugtauglich zu sein, bekommt der Flugplatz neue Lichtsignale und Positionsmarkierungen. Der Flugplatz wird nach neuesten Sicherheitsaspekten modernisiert und zukunftsfähig gestaltet. „Es war höchste Eisenbahn, dass der Flugplatz saniert wird“, sagt Nagler. Künftig wird der Start- und Landeverkehr um 200 Meter nach Norden verlegt, an den Flugstrecken wird sich aber nichts ändern. Derzeit fliegen die Piloten den Hubschrauberlandeplatz noch auf Sicht an. Künftig soll es aber auch möglich sein, mithilfe von GPS-Geräten zu navigieren.

Die Tankanlage im nördlichen Bereich des Flugplatzes ist bereits fertig. Dort wurde eine sogenannte Tanktasse eingebaut. Dadurch soll das Grundwasser noch besser vor eventuell austretendem Kraftstoff geschützt werden. Spätestens im Sommer 2020 sollen die Bauarbeiten auf dem Gelände der Fliegerstaffel abgeschlossen sein.

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