Baumverkauf für die Zirkustiere

Circus „Arena“ gastiert in Fuldatal – Nordmanntannen finanzieren Futter

Weihnachtsbäume für den guten Zweck: Gitano (links) und Angelo Frank vom Circus „Arena“ verkaufen gespendete Nordmanntannen. Der Erlös geht direkt an den Zirkus.
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Weihnachtsbäume für den guten Zweck: Gitano (links) und Angelo Frank vom Circus „Arena“ verkaufen gespendete Nordmanntannen. Der Erlös geht direkt an den Zirkus.

Seit kurzem steht das Zelt vom Zirkus „Arena“ auf dem Platz Ihringshäuser Straße/Ecke Ziegelei. Dort gibt es nicht nur eine Vorstellung mit Clowns sondern auch einen Weihnachtsbaumverkauf.

Fuldatal – Der Duft von Sägemehl und Popcorn liegt in der Luft – typisch für einen Zirkus. Doch vor dem Circus „Arena“, der sein Zelt an der Ihringshäuser Straße/Ecke Ziegelei aufgebaut hat, duftet es auch nach Tanne. Denn Gitano Frank und sein 30-köpfiges Team sind unter die Weihnachtsbaumverkäufer gegangen, um den Fortbestand des Zirkus zu sichern.

Zu jeden verkauften Baum gib es eine Freikarte

Die 300 Nordmanntannen waren eine Spende. „Die Bäume kommen von einem Betrieb aus dem Sauerland“, erzählt Gitano Frank. Bis zum Heiligabend verkauft der Zirkus die Bäume. „Jeder Baum kostet 25 Euro, egal welche Größe. Dazu gibt es je eine Freikarte für eine unserer Vorstellungen“, sagt Frank.

Von diesen Einnahmen soll das Futter für die Tiere finanziert werden. Knapp 350 Euro pro Tag kostet das Futter für die 50 Tiere. Darunter sind Kamele, Esel, Pferde und verschiedene Rinder. „Hinzukommen weitere Kosten wie für den Hufschmied oder den Tierarzt“, sagt Angelo Frank.

„Wir hatten Existenzängste“

Ganze 18 Monate lang stand der Zirkus-Betrieb komplett still. „Wir haben immer noch offene Rechnungen. TÜV und unsere Versicherungen mussten wir weiterhin bezahlen, auch wenn wir keine Vorstellungen geben konnten“, sagt Gitano Frank.

Die Artisten und Mitarbeiter des Zirkus haben in dieser Zeit von Hartz IV und Spenden gelebt. „Das war eine schwere Zeit für uns“, sagt Frank. „Wir hatten wirklich Existenzängste. Wäre das noch lange so weiter gegangen, hätten wir den Zirkus vielleicht aufgeben müssen.“

Er und sein Team hatten bereits für das vergangene Frühjahr die ersten Auftritte geplant. Doch der Start hatte sich immer wieder verzögert. „Im Sommer konnten wir dann endlich wieder die ersten Vorstellungen geben“, sagt Frank. Am 18. Dezember feiert der Zirkus in Ihringshausen Premiere – unter Einhaltung der 2G-Regel.

Weihnachtliche Vorstellung und Todesrad

Das US-Todesrad: Zum ersten Mal im Circus „Arena“ zu sehen.

Das soll dem Spaß aber keinen Abbruch tun. „Unsere Vorstellung wird weihnachtlich“, erzählt Frank. „Mit Schlitten, Weihnachtsmann und Engeln.“ Auch Artisten und ein Clown stehen in der Manege. „Einer der Höhepunkte unserer Show ist das US-Todesrad“, sagt Frank. Nach dem Besuch in Ihringshausen geht es für vier Wochen in die Winterpause. (Eva Krämer)

Info

Der Weihnachtsbaum-Verkauf findet jeden Tag von 11 Uhr bis 19 Uhr, vor dem Zirkuszelt an der Ihringshäuser Straße/Ecke Ziegelei statt.

Vorstellungen finden vom 18. Dezember bis 9. Januar von Montag bis Freitag um 16 Uhr, samstags um 16 Uhr und 19.30 Uhr, sonntags um 11 Uhr und 15 Uhr und am 24. Dezember um 14 Uhr statt. Am 23. Dezember ist keine Vorstellung. Karten können auf circus-arena.com oder per Telefon unter 01 63/70 28 76 5 reserviert werden.

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