Seit 25 Jahren aktiv

Dort, wo Hilfe gebraucht wird: Fuldataler Verein unterstützt ältere Menschen

+
Neues Gefährt: Vorsitzender Wilhelm Kniffert und Koordinatorin Brigitte Weiß vom Nachbarschaftsverein stehen neben dem neuen Caddy, den der Verein angeschafft hat. Im Hintergrund ist der Vereinsbus zu sehen.

Ältere und hilfsbedürftige Menschen unterstützen, damit sie lange in ihrem häuslichen Umfeld leben können. Das hat sich der Nachbarschaftsverein Fuldatal zum Ziel gesetzt.

Und es ist ihm gelungen. Seit nunmehr 25 Jahren leisten die vielen ehrenamtlichen Helfer einen großen Beitrag für das Sozialgefüge der Gemeinde. Immer dort, wo Unterstützung im Vorfeld von professioneller Pflege gebraucht wird, ist der Nachbarschaftsverein zur Stelle.

„Wir arbeiten eng mit der Gemeinde und den Kirchen zusammen“, sagt Wilhelm Kniffert, der seit 2011 Vorsitzender ist. Der 70-Jährige ist der Nachfolger von Helmut Radi, der den Verein 1994 gründete und seitdem maßgeblich mitgestaltete. Radi war Referent im Diakonischen Werk und seiner Zeit weit voraus: „Er erkannte, dass der demografische Wandel und die Arbeitsverdichtung zu Problemen führen werden“, sagt Kniffert. 

So sei damals aus der Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe der Nachbarschaftsverein Fuldatal entstanden – zu einer Zeit, in der es noch keine Pflegeversicherung und nur wenige Altenpflegeangebote gegeben habe. Radi wollte auch etwas gegen die Vereinsamung Älterer tun. Deshalb war es ihm ein großes Anliegen, Menschen zusammenzubringen. Dieses Ansinnen wirkt bis heute nach. Ein Beispiel dafür ist das Männerfrühstück.

Praxisorientierte Angebote

Die Ehrenamtlichen des Nachbarschaftsvereins geben vielfältige Hilfestellungen. Sie unterstützen unter anderem bei Fragen mit Behörden und Ämtern, bieten Fahrdienste an, absolvieren Geburtstagsbesuche, Ausflüge und organisieren Infoveranstaltungen zu Themen wie Erbrecht, Patientenverfügung, Pflegeversicherung, Wohnraumberatung und vieles mehr. Auch jede Menge praxisorientierte Angebote wie beispielsweise Kurse zum richtigen Umgang mit dem Smartphone oder „Trittsicher im Alter“ bietet der Verein. Sogar Leih-Omas und -Opas werden vermittelt.

Dass der Verein seine „sinnstiftende Arbeit“ überhaupt stemmen kann, liegt an dem unermüdlichen Engagement der 35 ehrenamtlichen Helfer. Eine von ihnen ist die Koordinatorin Brigitte Weiß. Die 66-Jährige organisiert die Arbeit der Ehrenamtlichen. Insgesamt zählt der Nachbarschaftsverein 140 Mitglieder.

Termin: Für Donnerstag, 5. September, ab 15 Uhr lädt der Nachbarschaftsverein zum Sommerfest am Gemeindehaus der ev. Kirche, Friedhofstr. 1, ein. Ein Fahrdienst kann eingerichtet werden. Um Anmeldung bis Montag 2. September wird gebeten. Tel. 05 61/81 90 28.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.