Ein Film, der beim Erinnern hilft

Dreh am Währungsmuseum in Fuldatal-Rothwesten

Bereit für die Begrüßungsszene: Kameramann Jan Richter (links) hatte Dietmar Bittner, den Zweiten Vorsitzenden des Museumsvereins Währungsreform 1948, vor der Kamera. Im Hintergrund ist das Haus Posen zu sehen.
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Bereit für die Begrüßungsszene: Kameramann Jan Richter (links) hatte Dietmar Bittner, den Zweiten Vorsitzenden des Museumsvereins Währungsreform 1948, vor der Kamera. Im Hintergrund ist das Haus Posen zu sehen.

Gemeinsam mit dem Verein Kulturnetz Kassel will der Landkreis ein digitales Kulturnetzwerk aufbauen. Derzeit entsteht ein Film über das Museum Währungsreform in Fuldatal, in dem das Museum vorgestellt wird.

Fuldatal – Vor einer Kamera gestanden hat er schon einmal. „Aber vor gefühlt hundert Jahren“, sagt Dietmar Bittner. Dementsprechend klappt es nicht auf Anhieb ganz reibungslos, als der 78-Jährige seine Begrüßungsworte zum Haus Posen und dem Konklave von Rothwesten Richtung Linse spricht. Nach ein paar Versuchen hat Bittner jedoch den Dreh raus, spricht frei – und Kameramann Jan Richter ist zufrieden: Der erste Teil ist im Kasten.

Das Filmmaterial, an dem Bittner und Richter arbeiten, soll später ein etwa fünfminütiges Video zum Haus Posen und dem darin gelegenen Museum Währungsreform ergeben. 1948 wurde das Gebäude, das einst als Mannschaftsunterkunft in der Rothwestener Kasernenanlage diente, zu einem geschichtsträchtigen Ort. Beim Konklave von Rothwesten formulierten die Teilnehmer die Gesetze, die später als Grundlage der Währungsreform dienten. „Wir wollen unser Museum vorstellen und diesen Erinnerungsort in Erinnerung rufen“, sagt Bittner, Zweiter Vorsitzender des Trägers, dem Museumsverein Währungsreform 1948.

Der Film zeigt nicht nur das Währungsmuseum, sondern fünf weitere Einrichtungen im Landkreis Kassel. „Das Filmteam ist auch im Heimatmuseum Udenhausen, dem Apothekenmuseum Hofgeismar, dem Landmuseum Wülmersen und im Klostermuseum Bad Emstal unterwegs“, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn.

Gemeinsam mit dem Verein Kulturnetz Kassel will der Landkreis ein digitales Kulturnetzwerk aufbauen. Hier sollen sich laut dem Sprecher kleinere und weniger bekannte Einrichtungen vorstellen können, um Interessierten überhaupt zu zeigen, dass es die Orte gibt. Dass sich die Einrichtungen so etwas wünschen, habe sich während der Pandemie herauskristallisiert. Sofern auch im kommenden Jahr Fördergelder fließen, solle das Projekt auch im kommenden Jahr weitergeführt werden, sagt Kühlborn.

Es koste rund 9000 Euro. Knapp 4500 Euro erhalte der Verein Kulturnetz Kassel vom Hessischen Wissenschaftsministerium, den Rest zahle der Kreis. Die Filme sollen künftig auf den Homepages der Einrichtungen, der Kommunen, des Landkreises und auch auf deren Facebook-Seiten veröffentlicht werden.(Moritz Gorny)

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